Vorsitzende Renate Siekkötter geehrt – Tag der offenen Tür
Herforder Tierschutzverein wird 80 Jahre

Bünde (WB). Für den Tierschutzverein Herford gab es am Wochenende gleich mehrere Gründe zum Feiern: Nicht nur der Verein blickte auf sein 80-jähriges Bestehen zurück, auch eines seiner Mitglieder und wichtige Unterstützerin im Kampf gegen Tierleid wurde gefeiert: Renate Siekkötter, die seit 30 Jahren Vorsitzende des Vereins ist.

Montag, 07.10.2019, 20:47 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 20:50 Uhr
Susanne Rutenkröger (SPD, von links), Angela Lück (MdL), Bürgermeister Wolfgang Koch, Jörn Uwe Wolff (Sparkasse Herford), Katharina Hartwig (CDU), Nils Wehmeyer (Sparkasse Bünde), Monika Hägerbaumer (Stadtverwaltung Enger), Martin Schuster (CDU) und Landrat Jürgen Müller freuten sich mit Renate Siekkötter (4. von rechts) über den 80. Geburtstag des Tierschutzvereins Herford. Foto: Hannah Butz

Zusätzlich zu den Feierlichkeiten öffnete das Tierheim in Ahle am Sonntag seine Tore zum Tag der offenen Tür.

»Tiere brauchen unseren Schutz!«: Was Bürgermeister Wolfgang Koch in seiner Rede im Tierheim Bünde als Appell an alle Gäste richtete, ist wohl von niemandem in der Region so verinnerlicht, wie vom Tierschutzverein Herford und seiner Vorsitzenden, Renate Siekkötter – da waren sich alle Anwesenden einig. Bei der der offiziellen Feierstunde waren unter anderem Vertreter der Kommunen, Politiker und Ehrenpaten des Tierheims geladen. Alle waren sichtlich beeindruckt von Siekkötters Arbeit und der des Tierschutzvereins in Herford.

Arbeit war nicht immer einfach

Beide können auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurückblicken. So fiel bereits die Gründung des Tierschutzvereins am 3. März 1939 und damit kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs in eine schwierige Zeit. »Chapeau, dass es damals Menschen gab, die sich trotzdem um Tiere gekümmert haben«, lobte Landrat Jürgen Müller (SPD) in seiner Rede.

Die vielen Jahre, die seitdem vergangen sind, haben jedoch viel bewirkt: Nicht nur die generelle Verbreitung des Tierschutzgedankens, auch die Aufnahme und Betreuung von ausgesetzten oder entlaufenen Haus- und Wildtieren hat sich der Verein als Ziel gesetzt. »Ohne den Tierschutzverein und das Tierheim in Bünde hätten wir jetzt große Probleme in Herford«, resümierte auch Landrat Müller.

Auch harte Zeiten, etwa durch Finanzierungsengpässe oder die tägliche Konfrontation mit Tierleid, hat der Tierschutzverein mit seinen Mitgliedern gemeinsam gemeistert. So wurden etwa noch bevor das Tierheim in Ahle eröffnete, in der Region 1.200 Tiere – vor allem Hühner, Tauben und Fasane – beschlagnahmt. Aber wohin mit dem geretteten Federvieh? »Es gab ja noch keine zentrale Unterbringungsstelle, also haben wir alte Stallungen zu Volieren umbauen lassen und die restlichen Tiere zum Teil erstmal mit nach Hause genommen«, erinnerte sich Renate Siekkötter. In ihrer Garage landete deshalb vorübergehend die Taubenquarantäne.

Lob von Lück

30 Jahre für Renate Siekkötter, 80 Jahre für den Herforder Tierschutzverein: Stolze Zahlen, findet auch die NRW-Landtagsabgeordnete Angela Lück (SPD). »Frau Siekkötter und der Tierschutzverein sind Dreh- und Angelpunkt in der Region, wenn es darum geht, Tieren zu helfen«, fasste sie in ihrer Rede im Bünder Tierheim zusammen.

Am Sonntag ließ Tag der offenen Tür im Tierheim die Feierlichkeiten gelungen ausklingen: Mit diversen Infoständen, einer großen Tombola und bester kulinarischer Versorgung waren hier alle Interessierten eingeladen, mehr über die lange Geschichte des Tierheims zu erfahren.

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