Wilmsmann tritt nicht in Waldbröl an
Ex-Bünder zieht Kandidatur zurück

Bünde (WB/sal/bex). Von 1984 bis 1994 machte er Politik für die Grünen im Bünder Stadtrat, im nächsten Jahr wollte Thorgai Wilmsmann (54) als parteiloser Kandidat voraussichtlich Bürgermeister von Waldbröl, einer Kleinstadt im Oberbergischen Kreis nahe Köln, werden. Doch nun zog er seine Kandidatur plötzlich überraschend zurück.

Montag, 07.10.2019, 10:55 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 12:46 Uhr
Thorgai Wilmsmann war in Bünde Ratsherr für die Grünen. Foto: Krempin

Das berichten örtliche Medien. Wilmsmann führt für seinen Verzicht demnach persönliche Gründe ins Feld. Dabei hätte der 54-Jährige, der seit 2008 Schulleiter des Homburgischen Gymnasiums in der Waldbröler Nachbarkommune Nümbrecht ist, bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr allerbeste Chancen gehabt, als Stadtoberhaupt ins Rathaus der 20.000-Einwohner-Kommune einzuziehen.

Denn Thorgai Wilmsmann war als gemeinsamer Kandidat von CDU, SPD, Grünen und der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) ins Rennen geschickt worden.

Nur die FDP wollte nicht

Als einzige Waldbröler Ratsfraktion hatte ihm die FDP die Unterstützung verweigert: Mit einem Allparteien-Kandidat gebe es für die Bürger keine wirkliche Wahlmöglichkeit. Das sei das Ende des politischen Wettbewerbs, kritisierten die Liberalen.

Wilmsmann wurde 1965 in Bünde geboren. An der Universität Bielefeld hat er Geschichte und Sozialwissenschaften studiert. Nach seinem Wegzug aus OWL unterrichtete er mehrere Jahre Sozialwissenschaften und Geschichte an der Gesamtschule Waldbröl und war Fachleiter für Geschichte am Bezirksseminar in Engelskirchen. Mit seiner Lebensgefährtin, einer Lehrerin, lebt er in Waldbröl.

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