Frühere Dünner Altentagesstätte kommt als OGS-Mensa nicht infrage
Neubau statt Umbau

Bünde (WB). Das Mensa-Problem des offenen Ganztags (OGS) an der Grundschule Dünne kann wohl nur mit einem Neubau gelöst werden. Eine zuvor angedachte Nutzung der früheren Altentagesstätte für diesen Zweck scheidet nach Ansicht der Stadt aus.

Mittwoch, 02.10.2019, 22:53 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 23:00 Uhr
Die frühere Altentagesstätte in Dünne liegt an der Lessingstraße, direkt gegenüber der Grundschule. Zwar hatte die Schulleitung angeregt, das Gebäude als OGS-Mensa zu nutzen, allerdings würden sich dabei laut KBB einige Schwierigkeiten ergeben. Foto: Daniel Salmon

Das wurde jetzt bei der Sitzung des Bünder Schulausschusses deutlich.

Das Thema an sich beschäftigt die Lokalpolitik bereits seit 2017. Schon damals war klar, dass sich die Verpflegung der OGS-Schüler bei der aktuellen Mensa- und Küchensituation vor Ort schwierig gestalte. Denn mit der Zeit war die Zahl der zu betreuenden Kinder immer weiter gestiegen.

Entwurf für Umgestaltung

Die Altentagesstätte – sie wurde 1932 erbaut und liegt auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Schule – war damals von der Schulleitung als möglicher Mensastandort ins Spiel gebracht worden. Das Gebäude wird von der benachbarten Bildungseinrichtung ohnehin mitgenutzt – teils für Unterricht, teils für Veranstaltungen. Der Schulausschuss hatte die Bünder Kommunalbetriebe (KBB) seinerzeit beauftragt, Vorplanungsentwürfe und Kostenschätzungen für eine mögliche bauliche Umgestaltung der Altentagesstätte für eine Mensanutzung zu erstellen.

Einen Umgestaltungsentwurf für einen Zwei-Schicht-Betrieb für bis zu 100 OGS-Kinder stellte KBB-Mitarbeiter Olaf Schürmeyer zwar in der Sitzung vor. Schnell wurde aber deutlich, dass eine Nutzung der früheren Altentagesstätte aus mehreren Gründen keine gute Lösung für eine Verbesserung der Dünner Mensa-Situation darstelle.

Letzter Umbau 1990

So wies Schürmeyer darauf hin, dass schon nach einem 1990 vorgenommenen Umbau keine Nutzungsgenehmigung hätte erteilt werden dürfen. Das Problem: Das Areal auf dem das Gebäude liegt, ist recht klein, die Abstände zu den Nachbargrundstücken sind somit zu gering. Würde die Altentagesstätte für eine Mensanutzung in Betracht gezogen, hätte das Folgen. »Mehrere Fenster zu den Nachbargebäuden hin müssten zugemauert werden. Das würde alles sehr dunkel machen«, so Schürmeyer. Kosten würde die Umgestaltung zudem rund 350.000 Euro. »Dieser Betrag steht in keinem Verhältnis zu dem, was man letzten Endes bekommt.« Daher empfahl die Verwaltung den Politikern bereits im Vorfeld, von einer solchen Lösung Abstand zu nehmen.

Stattdessen brachte Erster Beigeordneter Günther Berg einen Neubau auf dem Schulgelände selbst ins Spiel. Im Blick hat er hier entweder die Fläche zwischen dem Schul-Altbau und dem OGS-Gebäude oder das Areal zwischen Alt- und Neubau. Für den logistischen Ablauf an der Schule brächte eine Mensalösung viele Vorteile, führte er aus. Grob geschätzt ließe sich ein solches Vorhaben für 450.000 Euro realisieren.

Tagesstätte wird weiter genutzt

Letztlich sprach sich der Ausschuss dafür aus, die KBB mit der Erarbeitung einer baulichen Lösung zur Verbesserung der OGS-Verpflegungssituation auf dem Schulgelände zu beauftragen.

Zuvor wollte SPD-Ratsherr Ralf Brinkmann jedoch von der Verwaltung wissen, was generell mit der Altentagesstätte passiere. »Die bisherige Nutzung wird beibehalten. Das Gebäude genießt Bestandsschutz«, informierte Schulamtsleiter Thomas Clausing. Zudem werde das Haus nicht nur für schulische Zwecke, sondern auch für Sportkurse von Vereinen genutzt.

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