Trotz seines Erfolg hält der Bünder Unternehmer Grotemeier temporäre Sperrung aufrecht
Parkplatz-Zoff: Zäune bleiben stehen

Bünde (WB). Nach dem Parkplatz-Zoff mit der Stadt Bünde will Unternehmer Uwe Grotemeier trotz seines Erfolgs die teilweise Sperrung des Parkplatzes am Thomas-Philipps-Markt aufrecht erhalten.

Mittwoch, 02.10.2019, 07:08 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 07:30 Uhr
Der Parkplatz soll auch weiterhin nur während der Öffnungszeiten des Sonderpostenmarktes öffentlich nutzbar sein. Foto: Daniel Salmon

»Die nehmen wir nicht zurück. Die Zäune bleiben«, sagt der Firmenchef auf Anfrage. Stattdessen wolle man sich nun in Ruhe überlegen, »wie wir den Parkraum künftig nutzen oder für welche Nutzungen wir ihn zur Verfügung stellen«. Fest steht für Grotemeier: »Den Zustand den es vorher gab, wird es nicht wieder geben. Das wurde einem nicht angerechnet.«

Wie berichtet, waren die Zäune um den beliebten Parkplatz, auf dem auch die Zwiebelmarkt-Schausteller knapp 40 Jahre lang immer Quartier bezogen hatten, Ende letzter Woche aufgestellt worden. Seither wird die Stellfläche immer nur während der Öffnungszeiten des Sonderpostenmarktes geöffnet. Damit reagierte Grotemeier auf einen seit Jahren schwelenden Streit mit der Stadt. Dabei ging es um das Grundstück, das direkt an den Sonderposten-Markt angrenzt und das seit 2015 auch dem Baumaschinenhändler gehört. Dort befinden sich neben dem alten Kiko-Möbelhaus auch Parkplatzflächen. Die hatte der Baumaschinenhändler als Abstellplatz für seinen Fuhrpark nutzen wollen.

Beigeordneter äußert sich nicht

Laut Grotemeiers Aussage hatte sich der Technische Beigeordnete der Stadt, Andreas Siepenkothen, aber gesperrt, eine dafür nötige Genehmigung zu erteilen. Nun reichte es dem Bünder Unternehmer und er ließ den Parkplatz vor der Thomas-Philipps-Filiale umzäunen, um ihn zeitweise abzusperren und die Fläche dort für eigene Zwecke besser nutzen zu können. Am Montag hatte Bürgermeister Wolfgang Koch die Angelegenheit zur Chefsache gemacht und die Genehmigung unterschrieben. Somit kann Grotemeier auch die 2015 von ihm gekauften Flächen künftig für seine Baumaschinen nutzen.

Andreas Siepenkothen selbst wollte sich zu dem Vorgang am Dienstag nicht äußern: »Der Herr Bürgermeister hat die Sache an sich gezogen. Mehr kann ich dazu nicht sagen«, so der Verwaltungsbeamte.

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