Jahreskonzert des Shanty-Chores der Marinekameradschaft Bünde im Universum
Endlos sind die Meere

Bünde (WB). Stimmgewaltig wie eine tosende Brandung, musikalisch hervorragend eingespielt sowie mit reichlich guter Laune und Dönekes hat der Shanty-Chor der Marinekameradschaft Bünde sein Jahreskonzert bestritten – die 120 Zuschauer im Universum schwelgten in maritimem Fernweh.

Dienstag, 01.10.2019, 15:08 Uhr

Während draußen Windböen heulten und Regenschauer gegen das Gemäuer des alten Bünder Kinos prasselten, beschworen im Inneren die Akteure auf der Bühne Bilder von tosender Gischt, vollen Segeln und der Freiheit auf den sieben Weltmeeren herauf. Schon beim zünftig von der Sailor-Band intonierten Einmarsch klatschte das Publikum mit und steigerte sich hörbar, als die Sänger mit den blauen Hemden ihre Stimmen erhoben.

Der Auftakt sollte halten, was er versprach: Der 1967 gegründete und somit sehr wahrscheinlich dienstälteste Shanty-Chor Nordrhein-Westfalens bot ein schwungvolles und sehr lebhaftes Jahreskonzert mit flotten Seemannsliedern, klassischen Shanties sowie dem einen oder anderen ruhigen Stück.

Humorvolle Moderation

Und eines kommt beim Bünder Shanty-Chor nie zu kurz: der Humor. »Im Kino sind das nicht immer die besten Plätze«, sprach Moderator und Solist Jochen Makrinus die Zuschauer in der ersten Reihe an. »Vom Hochgucken gibt es einen steifen Nacken, aber das kennt ihr ja: nich’ lang schnacken, Kopp in Nacken!« Dieser Scherz, von denen noch viele folgen sollten, kam gut an, und während noch gelacht wurde, ging es mit dem »Gorch-Fock-Marsch« schon wieder weiter. 27 Sänger, mit dabei der elfjährige Jan Zikoll in der ersten Reihe, und fünf Musiker standen unter der Leitung von Hans Kröhnert auf der Bühne.

Erst zum zweiten Mal überhaupt wurde an diesem Abend »Frischer Wind in weißen Segeln« von den Bünder Blauhemden gespielt, was ebenso gut ankam wie beispielsweise das bei vielen Konzerten bewährte »Flaggen im Wind«.

Erinnerungen an Benefizkonzert

Neben Informationen zu den dargebotenen Liedern und allerlei Dönekes erinnerte Jochen Makrinus auch an den Weg des Universums vom 1924 eröffneten und ab 1980 verwaisten Kino bis hin zu einem modernen Kultur- und Veranstaltungszentrum. Mit einem weihnachtlichen Benefizkonzert im Jahre 1992 hatte der Shanty-Chor einen nicht unerheblichen Teil zum Erhalt des Hauses beigetragen. »Damals hatten wir noch etwas mehr Platz auf der Bühne, wir haben alle etwas zugelegt«, erklärte der Moderator launig.

Temperamentvoll ging es weiter im Programm: Die Band, der Chor und die Solisten Uwe Zikoll und Jochen Makrinus zeigten sich sehr gut aufgelegt. Es waren sowohl schwungvolle Stücke wie »Endlos sind jene Meere, die wir gefahren sind« als auch gefühlvolle Balladen zu hören, wie der Klassiker »La Paloma«, der für einige Minuten für wohliges Gänsehautambiente sorgte.

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