Fraktion beantragt mehr Personal fürs Bonus-Team
CDU will Sicherheitsgefühl der Bünder stärken

Bünde (WB). Wie sicher fühlen sich die Bünder Bürger in ihrer Stadt? »Nicht sicher genug«, findet die heimische CDU-Fraktion, die sich mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt hat und jetzt eine personelle Aufstockung des sogenannten Bonus-Teams des Ordnungsamtes fordert.

Samstag, 07.09.2019, 06:01 Uhr aktualisiert: 07.09.2019, 06:10 Uhr
Vor allem in der dunklen Jahreszeit oder in den Abendstunden fühlen sich die Bünder nicht sicher – das meint zumindest die heimische CDU-Fraktion. Daher hat sie die Aufstockung der Mitarbeiterzahl des Bonus-Teams beantragt Foto: dpa

Die Christdemokraten haben Bürgermeister Wolfgang Koch bereits einen entsprechenden Antrag vorgelegt, über den politisch in den kommenden Sitzungen des Hauptausschusses und des Stadtrates abgestimmt werden soll.

Mit der geforderten Maßnahme soll aus Sicht der CDU das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung gefördert und damit einhergehend die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der 47.000-Einwohner-Kommune verbessert werden. »Insbesondere in den Abendstunden und bei Einbruch der Dunkelheit fühlen sich Menschen, die allein unterwegs sind, oft unwohl«, begründet Georg Kruthoff den Antrag.

Bahnhof und Marktplatz im Blick

Ihr Augenmerk richten der CDU-Fraktionschef und seine Mitstreiter in dem Zusammenhang auf zwei stark frequentierte Plätze: das Bünder Bahnhofsareal, das mithilfe von umfangreichen öffentlichen Investitionen aufgewertet werden soll, und den Marktplatz, der durch den Ausbau, gefolgt von privaten Investitionen im Umfeld, ebenfalls an Aufenthaltsqualität gewonnen habe. »Und gerade diese beiden Bereiche werden gerne auch als Treffpunkte genutzt, von denen teilweise nicht nur eine erhebliche Lärmbelästigung ausgeht, sondern auch ein Gefühl von Unsicherheit bei den übrigen Passanten«, führt Kruthoff aus.

Um den Wert der getätigten Investitionen zu erhalten, müssten unter anderem diese beiden exemplarisch genannten Bereiche für alle Bünderinnen und Bünder uneingeschränkt und mit gutem Gefühl nutzbar sein, so die Ansicht der Christdemokraten.

Weiter erklärt der CDU-Fraktionschef: »Gleichzeitig ist es für die Aufenthalts- und Lebensqualität in Bünde wichtig, dass das Erscheinungsbild der Stadt sauber und gepflegt ist.« Denn immer wieder komme es vor, dass illegal Abfall entsorgt werde und insbesondere im Bereich von öffentlichen Sitzmöglichkeiten vielfältige Hinterlassenschaften zurückgelassen würden. Wie mehrfach berichtet, sorgt »wilder Müll« vor allem im Bereich der ehemaligen Britensiedlungen in Hunnebrock seit geraumer Zeit für Probleme. Und um dagegen vorzugehen, sei »es notwendig, die örtliche Satzung durchzusetzen und wenn nötig präventiv einzugreifen«, begründet Kruthoff die von seiner Fraktion nun geforderte personelle Verstärkung des Bonus-Teams.

Positiver Nebeneffekt

Es mag zwar etwas komisch klingen, aber mit ihrer Idee, das Sicherheitsgefühl der Bünder durch eine personelle Erweiterung des Bonus-Teams zu stärken, verbindet die CDU auch klimapolitische Ziele. In ihrem Antrag führen die Christdemokraten aus, dass durch ein Mehr an Sicherheit die Bereitschaft der Bürger, auch in den Abendstunden und der dunklen Jahreszeit auf das Auto zu verzichten und Wege mit dem Rad oder zu Fuß zurückzulegen, erhöht werden solle.

Denn selbst wenn abends oder in der Dunkelheit keine unmittelbare Bedrohung erkennbar ist, verleitet das dazu, statt zu Fuß oder auf dem Rad lieber mit Auto unterwegs zu sein. »Gerade Kurzstrecken sind sehr energieintensiv und damit mit einem hohen CO2-Ausstoß verbunden. Hier kann noch viel Potential für einen aktiven und individuellen Klimaschutz gehoben werden«, meint Fraktionschef Kruthoff.

Das Bonus-Team

Das Bonus-Team des Bünder Ordnungsamtes war 2005 eingerichtet worden – ursprünglich, um gegen Vandalismus, wilden Müll oder Trinkgelage vorzugehen. Mit der Zeit wurde die Zahl der Aufgaben aber immer größer.

Nach Angaben der Stadtverwaltung sind die Außendienstmitarbeiter des Bonus-Teams mit ihren Dienstwagen und Fahrrädern im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Auf ihren Streifengängen sind sie für die Bürgerinnen und Bürger gut an den blauen Uniformen mit dem Stadtwappen zu erkennen.

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