Schülerin meldet sich bei Jugendschutzstelle – Mädchen seit dem 19. August verschwunden
Vermisste 13-Jährige aus Bünde wieder da

Bünde (WB/sal). Aufatmen bei den Eltern, Verwandten und Freunden der seit Mitte August vermissten 13-Jährigen aus Bünde: Wie die Herforder Kreispolizei vermeldet, ist das Mädchen am Donnerstagnachmittag wieder aufgetaucht.

Freitag, 06.09.2019, 17:48 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 17:50 Uhr
Foto: Jörn Hannemann

Laut der Mitteilung der Behörde habe sich die Schülerin »wohlbehalten bei einer Jugendschutzstelle gemeldet«. Daraufhin seien zunächst die Personalien der Jugendlichen überprüft und dann ihre nahen Angehörigen informiert worden. »Wir sind wirklich froh, dass die 13-Jährige wohlbehalten aufgefunden wurde«, sagte Kreispolizeisprecherin Simone Lah-Schnier im Gespräch mit dieser Zeitung.

Doch in welcher Stadt hat sich die junge Bünderin in den vergangenen drei Wochen aufgehalten und vor allem bei wem? Was war das Motiv für ihr Verschwinden? Zu diesen Fragen macht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben. Nur so viel wird offiziell bekannt gegeben: Nach Recherchen der Beamten soll sich die 13-Jährige in der letzten Zeit bei verschiedenen Erwachsenen aufgehalten. Entsprechende Hinweise hätten sich Anfang der laufenden Woche verdichtet. »Eine strafrechtliche Aufarbeitung des Verfahrens dauert an«, teilt die Kreispolizei weiterhin mit.

Polizei recherchierte auch im Web

Das Mädchen war am 19. August ohne irgendwelche konkreten Hinweise zu hinterlassen aus der elterlichen Wohnung in Bünde verschwunden. Noch am selben Tag war die Polizei eingeschaltet worden. »Wir haben den Sachverhalt geprüft und sofort Ermittlungen eingeleitet«, so die Behördensprecherin. Weil Befragungen im näheren Umfeld des Mädchens nicht zum Erfolg führten, hätten sich die Beamten zeitnah mit einem Fahndungsaufruf an die Öffentlichkeit gewandt.

Zunächst habe es wenige Ermittlungsansätze gegeben. Bei der Kreispolizei seien dann aber hunderte Hinweise aus ganz Ostwestfalen eingegangen. Auch in den sozialen Medien recherchierten die Beamten, erhielten so erste Hinweise auf den möglichen Aufenthaltsort des vermissten Mädchens. »Die Ermittlungen im Bereich der sozialen Medien sind zu einem wichtigen Instrument der Polizeiarbeit geworden«, verdeutlicht die Simone Lah-Schnier.

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