Aus ehemaliger Deutsche-Bank-Filiale wird Restaurant
Hier gibt’s bald Steaks statt Bargeld

Bünde  (WB). Früher standen hier Geldautomaten und ein Kontoauszugsdrucker: Mittlerweile ist im Eingangsbereich der ehemaligen Deutsche-Bank-Filiale an der Bünder Bahnhofstraße ein geschwungener Bar-tresen in edler Optik aufgebaut. Aus dem früheren Finanzinstitut wird ein Restaurant.

Donnerstag, 05.09.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 05.09.2019, 09:16 Uhr
Die »Die Bank«-Schilder hängen schon seit geraumer Zeit an dem Gebäude an der Bahnhofstraße 7-9 ihren Platz gefunden. Mitte dieses Monats, spätestens aber bis zum Zwiebelmarkt, soll das Lokal in den ehemaligen Räumen der Deutschen Bank eröffnen. Foto: Daniel Salmon

Die Glasfassade zur Bahnhofstraße hin ist mit Papier verklebt, gibt keinen Blick in das Innere des Gebäudes preis. Zwei Schilder weisen seit einigen Wochen auf den Namen des künftigen Speiselokals im Herzen der Innenstadt hin: »Die Bank – Restaurant und Lounge« steht dort in großen Lettern. Statt Bargeld anzuheben, werden hier bald Steaks serviert.

Keinen passenden Nachmieter gefunden

Klaus Hennings-Huep hat sich den Namen des Lokals ausgedacht – und auch das zum neuen Restaurant gehörende Konzept. Der 75-Jährige ist Eigentümer der Anfang der

Klaus Hennings-Huep im U-förmigen Bar-Tresen

Klaus Hennings-Huep im U-förmigen Bar-Tresen

1970er erbauten Immobilie. »Ich musste nicht lange überlegen. Ich wollte die Erinnerung an die frühere Nutzung der Räume erinnern.«

47 Jahre war dort der Standort der Deutschen Bank, Anfang 2017 zog sich das Finanzinstitut aus der Elsestadt zurück. »Knapp ein Jahr habe ich nach einem passenden Nachmieter gesucht, passende Interessenten gab es aber nicht«, sagt Hennings-Huep, der das Heft des Handelns dann selbst in die Hand nahm, um die Werthaltigkeit seiner Immobilie in bester Innenstadtlage zu sichern. Auch das Stadtbild wolle er mit seinem Gastro-Projekt aufwerten.

Eröffnung Mitte September

Seit mehr als einem Jahr werkeln Handwerker am Interieur des Lokals. Das eher sterile Bank-Flair weicht seither Stück für Stück einer gemütlichen Wohlfühlatmosphäre – auch dank eines ausgeklügelten Lichtkonzepts. »Jeder Tisch bekommt seine Lichtquelle«, verrät der 75-Jährige. Noch ist einiges zu tun. Die Eröffnung ist für Mitte September angepeilt: »Spätestens zum Zwiebelmarkt machen wir auf. Das schaffen wir.«

Platz für 120 Gäste

300 Quadratmeter sind die Innenräume groß, 80 Quadratmeter die Außengastronomie zur Bahnhof- und zur Ortstraße hin. 120 Gäste sollen hier Platz finden können. »Neben dem Restaurant im Erdgeschoss, mit Blick in die offene Küche bieten wir in der ersten Etage, die auch per Aufzug erreichbar ist, eine Lounge für private Anlässe«, sagt der Immobilienbesitzer. Hier könnten Familien- oder Firmenfeiern stattfinden: »Auch Events sind hier denkbar: Ein Labskaus- oder Räucheraal-Essen beispielsweise.« Auch ein Klavier für musikalische Untermalung findet sich dort.

Dass sich Hennings-Huep alles Maritime begeistern kann, wird an Details sichtbar. In der Tür zur Lounge befindet sich ein Bullauge. Und neben dem Event-Zimmer, befindet sich ein weiterer Raum: das »Kontor«. »Hier kann man sich beispielsweise zum Kartenspielen oder Klönen treffen.«

Für die Küche konnte Hennings-Huep einen bekannten Bünder gewinnen: Fabrizio Corigliano, der bislang seine Gäste im »Da Fabrizio« verwöhnt hat, zeichnet für alles Kulinarische verantwortlich. Auch das übrige »Die Bank«-Team verfüge über reichlich Gastro-Erfahrung. »Ich habe eine gute Mannschaft zusammengestellt«, ist sich der Geschäftsmann sicher.

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