Partei für eine Art Konzeptwettbewerb zur Gestaltung des Geländes
Cordes-Areal: CDU will mehr Beteiligung

Bünde (WB). In der von der SPD angestoßenen Debatte um die Nachfolgenutzung des Cordes-Areals meldet sich nun die CDU zu Wort. »Bei allem Verständnis für den Wunsch nach Profilierung ist es nicht angemessen, eine der wenigen zentralen Gewerbeflächen Bündes zum Spielball politischen Aktionismus’ zu degradieren«, heißt es in einer Mitteilung des Stadtverbandes.

Montag, 02.09.2019, 21:00 Uhr
Die CDU ist in die Debatte um das Cordes-Areal eingestiegen. Foto: Salmon

Vorsitzender Martin Schuster schreibt: »Natürlich müssen wir gemeinsam einen neuen Standort für das Jugendzentrum finden, nachdem der dafür vorgesehene nicht realisiert werden kann. Natürlich müssen wir uns auch gemeinsam Gedanken machen, wie wir das Cordes-Gelände entwickeln wollen. Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass Stadtentwicklung in der Regel einen Horizont von mehreren Jahrzehnten hat.«

Konzeptwettbewerb

Daher gebe es keinen Grund, hier vorschnell Pflöcke einzuschlagen. »Gerade weil wir an der zentralen Stelle über die nächsten 50 Jahre nachdenken müssen, möchten wir einen breit angelegten Beteiligungsprozess, um das Beste für Bünde zu realisieren«, schreibt Schuster. Ganz konkret schwebe der CDU eine Art Konzeptwettbewerb vor, in dem alle – Unternehmen, Stadtplaner oder Private – ihre Ideen für das Gelände präsentieren könnten. Dieser Prozess müsse ergebnisoffen und ohne Denkverbote sein.

Attraktivität des Stadtkerns steigern

Martin Schuster: »Mir persönlich schwebt für das Gelände eine Kombination aus Arbeits- und Aufenthaltsqualität vor. Wir müssen die perfekte Anbindung an Bahn und Verkehrswege nutzen – und im Hinblick auf den Radverkehr verbessern. Bünde hat die einzigartige Chance, im Stadtkern die Attraktivität zu steigern und gleichzeitig den Wirtschaftsstandort zu stärken, in dem wir beispielsweise Existenzgründern und jungen, professionellen Spezialisten Raum für ihre Ideen bereitstellen.« Ob neben den Großprojekten Freibad und Bahnhof, sowie den notwendigen Investitionen in Schulen und Klimaschutz hier ein steuerfinanziertes Millionenprojekt die beste Lösung sei, dürfe zumindest bezweifelt werden.

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