CDU-Fraktionssprecher Frank Knickmeier legt Ratsmandat in Kirchlengern nieder
Rückzug aus der Politik

Kirchlengern (WB). Erst Anfang Mai wurde er als gleichberechtigter Fraktionssprecher einer CDU-Doppelspitze vorgestellt, jetzt hat er nicht nur dieses Amt, sondern auch sein Ratsmandat niedergelegt: Frank Knickmeier (44). Persönliche Gründe hätten zu dieser Entscheidung geführt, so Knickmeiers Erklärung.

Dienstag, 03.09.2019, 06:01 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 09:02 Uhr
Wollten die CDU im Kirchlengeraner Rat als Team gemeinsam in die Zukunft führen: Frank Knickmeier, Birte Rögner (stellvertretene Fraktionssprecherin) und Christian Bobka (v.l.) – und so Kirchlengern als bürgerfreundliche Kommune erhalten. Foto: Raphael Steffen

»Zu Details möchte ich keinerlei Angaben machen. Ein ausführliches Gespräch hat dazu mit Bürgermeister Meier stattgefunden. Mit dem Niederlegen des Amtes ist auch meine Funktion als Fraktionssprecher der CDU-Fraktion Kirchlengern beendet«, heißt es in einer öffentlichen Stellungnahme des bisherigen Fraktionssprechers.

Im Gespräch mit dieser Zeitung wurde er aber konkreter: Er habe das Interesse an diesem Ehrenamt verloren. »Es ist oft etwas Undankbares. Es ist zur Last geworden.« Aus Lust sei Frust geworden. Er habe sich gesagt, es müsse sich etwas ändern – und das sei nun geschehen. Deshalb ziehe er sich komplett aus der Kommunalpolitik zurück.

Bobka respektiert Entscheidung

Er respektiere diese Entscheidung, sagte Christian Bobka, der ebenfalls Anfang Mai als einer der beiden neuen CDU-Fraktionssprecher präsentiert wurde. Über die Beweggründe für Knickmeiers Entscheidung wolle er zwar nicht spekulieren. »Wir standen jedoch immer im Gespräch und haben uns als gleichberechtigte Fraktionssprecher empfunden – in dieser Hinsicht lief alles gut.« Nun werde man sich in der nächsten Fraktionssitzung nach der Sommerpause des Themas annehmen. Ob es in Sachen Fraktionssprecher auch künftig eine Doppelspitze geben werde, dazu wollte sich Bobka nicht äußern.

Bobka und Knickmeier waren auf Detlef Kaase gefolgt. Kaase hatte seinen Posten nach 25 Jahren zur Verfügung gestellt. Dass ihm ein Duo nachfolgte, war übrigens kein Novum: Wie sich einige noch erinnern können, führte Kaase die Fraktion schon vor 25 Jahren ursprünglich im Verbund mit Christa Bökelmann.

Neuwahl war »Generaionenwechsel«

Bobka und Knickmeier hatten sich die Arbeit gleichberechtigt teilen wollen. »Der Vorsitz ist mit viel Arbeit verbunden«, begründete Bobka damals die Konstruktion. Da beide berufstätig sind – Bobka ist Hauptkommissar bei der Kripo in Herford, Knickmeier technischer Betriebswirt in Lübbecke – und einen vollen Terminkalender haben, hatten sie sich auf eine enge Kooperation verständigt.

Knickmeier bezeichnet die Neuwahl damals als einen Generationenwechsel, mit dem man neue Pfade einschlagen wolle. Der 44-Jährige wollte vor allem die Kommunikation mit den Bürgern verbessern. »Wir wollen uns auch während der Legislaturperiode häufiger blicken lassen und mit Infoständen Präsenz zeigen«, kündigt er im Mai an. Kirchlengern wolle man dabei als bürger- und familienfreundliche Kommune sowie als Wirtschaftsstandort erhalten.

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