DRK informiert in der Tiki-Bar über lebensrettende Maßnahmen
Erste Hilfe unter Palmen

Bünde (WB). Zugegeben: Einige Besucher der Tiki-Bar schauten schon leicht verwundert auf die Szenerie, die das wohlige Strand-Feeling etwas aus dem Gleichgewicht brachte. Aber auf Irritation hatten die Verantwortlichen es auch angelegt. Das Deutsche Rote Kreuz veranstaltete eine Erste-Hilfe-Party unter Palmen.

Montag, 05.08.2019, 16:45 Uhr aktualisiert: 05.08.2019, 16:50 Uhr
Unter der Anleitung von Rotkreuzleiter Sven Kampeter (links) übten die Teilnehmer unter anderem die stabile Seitenlage. Foto: Steffen

»Diese Partys bieten wir seit zwei Jahren an«, erklärte Rotkreuzleiter Sven Kampeter. Sie sollen dazu da sein, in lockerer Atmosphäre die Kenntnisse von Erste-Hilfe-Maßnahmen aufzufrischen und zu vertiefen.

Sven Kampeter weiß genau, dass viele Menschen nach dem Pflichtbesuch vor der Führerscheinprüfung nie wieder einen Gedanken an Erste Hilfe verschwenden. Manches Erlernte verschwindet so im Lauf der Jahre. Das Rote Kreuz versucht hier, gegen zu steuern.

Pilotprojekt

Normalerweise fahren Kampeter und sein Mitstreiter Timo Hanisch dafür zu den Menschen nach Hause. Dass es nun an einem öffentlichen Ort stattfand, bezeichnete Kampeter als Pilotprojekt. Schließlich könne auch in so einer friedlichen Umgebung, wie sie die Beach Bar darstellt, jederzeit ein Notfall auftreten. Da hierbei oft jede Sekunde zählt, können schnell und richtig ergriffene Erste-Hilfe-Maßnahmen Leben retten.

Also: Wie war das noch mal mit der stabilen Seitenlage? Was macht man eigentlich, wenn der Verletzte nicht so schön drapiert daliegt wie in den Übungen, sondern etwa aus einer Bauchlage bewegt werden muss? Wie verhindert man, dass Bewusstlose an ihrer Zunge oder an Erbrochenem ersticken? Und wie herum trägt man eine Thermodecke?

Spende für die Jugendarbeit

Kampeter und Hanisch konnten mit ihren Ausführungen und praktischen Tipps einige Besucher der Tiki-Bar ansprechen. Immer wieder stellten sich Freiwillige für Vorführungen zur Verfügung. Und auch wer lieber in Ruhe sein kühles Getränk genießen wollte, tat damit an diesem Abend etwas Gutes: Für jeden verkauften Cocktail spendete Tiki-Bar-Besitzer Patrik Weber einen Euro an die Jugendarbeit des DRK.

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