Neue Rettungswache in Ahle in Betrieb – EWB baut leer stehendes Gebäude um
Sanitäter sind jetzt schneller vor Ort

Bünde (WB). Wer in der Vergangenheit von Rödinghausen aus den Rettungsdienst gerufen hat, der musste unter Umständen lange auf Hilfe warten. Das soll sich nun ändern.

Dienstag, 09.07.2019, 04:30 Uhr aktualisiert: 09.07.2019, 08:52 Uhr
Weihen die neue Wache ein: Alfred Würzinger (EWB-Geschäftsführer, von links), Ernst-Wilhelm Vortmeyer (Bürgermeister Rödinghausen), Felix Heidenreich (Leiter Rettungsdienst), Rüdiger Meier (Leiter Feuerwehr), Wolfgang Koch (Bürgermeister Bünde) und Karsten Klußmann (Centerleiter Technik EWB). Foto: Christina Bode

Seit Montag ist die neue Rettungswache in Ahle offiziell in Betrieb. Ein Rettungswagen und zwei Sanitäter sind von nun an 24 Stunden lang am Karrenbruch stationiert. Die EWB hat auf ihrem Gelände ein mittlerweile ungenutztes Gebäude für den Rettungsdienst umgebaut und vermietet es nun an die Stadt Bünde.

Anfahrt war zu lang

Der Bedarfsplan für den Rettungsdienst des Kreises Herford gibt vor, dass der Zeitraum zwischen dem Eingang des Notrufes in der Kreisleitstelle und dem Eintreffen des ersten Rettungswagens am Einsatzort maximal zwölf Minuten betragen darf. »Von der Hauptwache an der Dünner Straße konnten wir diese Vorgabe leider nicht immer einhalten«, sagt Feuerwehrleiter Rüdiger Meier. Dafür sei die Anfahrt von der Dünner Straße einfach zu lang gewesen.

Eintreffzeiten verbessern

Aus diesem Grund war bereits von Januar an ein Rettungswagen im Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppe Holsen an der Mühlenfeldstraße untergebracht. »Vorher hatten wir für Rödinghausen einen Erreichungsgrad von weniger als 80 Prozent. Von Januar bis Ende Mai konnten wir immerhin 90,6 Prozent erreichen«, sagt Felix Heidenreich, Leiter des Rettungsdienstes Bünde. Diese Zeiten hofft er für Bündes Westen und die Nachbargemeinden nun noch verbessern zu können.

EWB-Gebäude stand leer

Der Umzug an den Karrenbruch war möglich geworden, weil das ehemalige Verwaltungsgebäude III der EWB nach dem Neubau des Kundencenters an der Osnabrücker Straße leer stand. »Wir haben das Gebäude zu 70 Prozent umgebaut«, sagt EWB-Geschäftsführer Alfred Würzinger. Das ehemalige Parterre musste um 1,20 Meter abgesenkt werden, damit der Rettungswagen untergestellt werden kann. Ein seitlicher Eingang wurde stillgelegt und das Gelände so abgezäunt, dass es ein eigenständiges Grundstück darstellt.

350.000 Euro investiert

Für die Mitarbeiter wurden Umkleiden, Sanitärräume und Ruheräume geschaffen, ebenso gibt es ein Büro mit zwei Arbeitsplätzen sowie einen Aufenthaltsraum mit Küche. Um den Anforderungen für Rettungsfahrzeuge zu entsprechen, musste die Zufahrtsstraße zur neuen Rettungswache verbreitert werden. Etwa 350.000 Euro hat die EWB in den Umbau investiert und vermietet das Gebäude nun an die Stadt Bünde.

Zusätzliches Personal wurde für die neue Zweigstelle nicht eingestellt. »Durch die geringeren Einsatzzahlen sind die Dienste hier etwas entspannter als auf der Hauptwache. Um unsere Mitarbeiter zu entlasten, werden die Schichten reihum in Ahle eingesetzt«, erklärt Heidenreich.

Rödinghausens Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer freut sich über diese Neuerung. »Es gibt einem ein gutes Gefühl zu wissen, dass man die 112 wählen kann und die Retter schnell vor Ort sind«, sagt er.

Kommentar

Wer im Notfall einen Rettungswagen ruft, der sollte schnelle Hilfe erwarten können. Egal, ob er mitten in der Stadt oder weit draußen auf dem Land wohnt. Kurze Eintreffzeiten müssen zu jeder Tageszeit gewährleistet sein. Gut, dass die EWB ihre Räume zur Verfügung stellt. So kann der Rettungswagen im Bünder Westen und Rödinghausen schneller vor Ort sein und gleichzeitig werden freie Ressourcen der EWB wieder genutzt. (Christina Bode)

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