Bünder entdeckt vermeintliche Mine im Garten – Kampfstoff-Experten rücken aus Schirmständer löst Bombenalarm aus

Bünde (WB). Gartenfund mit Folgen: Eine vermeintliche Panzermine auf einem Grundstück im Bünder Stadtteil Hüffen (Kreis Herford) hat die Polizei auf Trab gehalten. Erst nach Stunden stellte sich heraus, dass das Objekt völlig harmlos ist .

Von Daniel Salmon
Mit einem Post bei Facebook machte die Kreispolizei Herford die kuriose Geschichte öffentlich.
Mit einem Post bei Facebook machte die Kreispolizei Herford die kuriose Geschichte öffentlich. Foto: Jan Gruhn

Der kuriose Einsatz hatte sich bereits am Pfingstmontag an der Elsa-Brandström-Straße ereignet. Die Polizei veröffentlichte die Geschichte allerdings erst am Sonntag mit einem Post bei Facebook. Der Bewohner (35) eines Hauses war am frühen Abend bei Buddelarbeiten in seinem Garten auf einen unbekannten Gegenstand gestoßen.

Dieser war kreisrund, recht schwer und ziemlich verwittert. Der Mann vermutete aufgrund der Form und dem Zustand des Objekts, es könnte sich um eine alte Panzermine aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs handeln. Er alarmierte daher sofort die Polizei.

Kampfmittelräumdienst gibt eine Einschätzung

Eine Streifenwagenbesatzung rückte sofort zu dem Grundstück am Bünder Stadtrand aus. Etwa gegen 18.30 Uhr hatten sich die Ordnungshüter den ausgegrabenen Gegenstand dann aus der Nähe angesehen. »Aber sie waren auch unsicher, um was es sich handeln könnte«, so ein Sprecher der Kreispolizeibehörde.

Sicherheitshalber baten die Beamten daher die Experten des Kampfmittelräumdienstes um Hilfe. »In so einem Fall schicken wir den Fachleuten immer erst ein Foto des Fundes zu. Die schauen sich das Bild dann an und wissen manchmal sofort, dass es sich um nichts Gefährliches handelt«, sagte der Polizeisprecher.

Bei dem Fund an der Elsa-Brandström-Straße konnten die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes per Ferndiagnose aber keine Entwarnung geben – im Gegenteil: »Sie meinten, es könnte eventuell tatsächlich etwas Gefährliches sein.«

Entwarnung: kein Sprengkörper

Umgehend machte sich daher ein Experten-Team auf den Weg nach Bünde. Erst nachdem die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes den Gegenstand genau unter die Lupe genommen hatten, stand gegen etwa 21 Uhr fest: Das Objekt ist keine Panzermine oder irgendein anderer Sprengkörper.

»Stattdessen handelte es sich um einen alten Gartenschirmständer aus Beton«, erklärte der Polizeisprecher. Wann, warum und von wem dieser im Erdreich vergraben worden war, ist nicht bekannt.

Panzerfaustmunition als Dekoration verwendet

Erst kürzlich hatte der Fund von Panzerfaustmunition für eine ähnlich kuriose Geschichte gesorgt: Eine Frau (32) aus Kemnath in der Oberpfalz hatte Anfang Juni beim Joggen eine Granate entdeckt und mitgenommen – ohne zu wissen, worum es sich handelte.

Laut Polizei habe sie die Granate zunächst schwarz umlackiert, um sie als Dekoration zu benutzen. Erst später wurde ihr klar, was sie da aufgelesen hatte. Das Geschoss entpuppte sich laut Polizei später allerdings als Übungsgranate ohne Zünder und ohne Sprengstoff.

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