Antrag von SPD und Grünen: Stadt soll Anlieger bei Entsorgung unterstützen
Ärger über Laub von Straßenbäumen

Bünde  (WB). Straßenbäume beleben die Innenstadt, werten sie optisch auf und sind ökologisch eine Bereicherung. Sie können allerdings auch zum Ärgernis werden – und zwar immer im Herbst, wenn sie ihr Laub verlieren. Besonders Anwohner, die die fallenden Blätter dann in ihrem Garten wiederfinden, sind selten begeistert. Schließlich müssen sie das Laub nicht nur zusammenharken, sondern oftmals auf eigene Kosten entsorgen.

Mittwoch, 08.05.2019, 14:30 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 14:36 Uhr
Das Laub von Straßenbäumen sorgt bei Anwohnern oft für Ärger. Ein Antrag von SPD und Grüne soll das nun ändern. Foto: dpa

Antrag von SPD und Grünen

Genau diesen Bündern wollen SPD und Grüne helfen. Die Ratsfraktionen beider Parteien haben nun einen gemeinsamen Antrag zu diesem Thema gestellt, der in der nächsten Sitzung des zuständigen Verwaltungsrates der Kommunalbetriebe Bünde (KBB) beraten werden soll. In dem Antrag werden Stadtverwaltung und KBB aufgefordert, Möglichkeiten zu finden, wie die Bünder Bürger »bei der alljährlich auftretenden Problematik ›Entsorgung des von städtischen Bäumen anfallenden Laubes‹ entlastet werden können«.

Eine grüne Stadt werde von vielen Bürgern gewünscht. Aber die Begleiterscheinungen, nämlich die Pflege dieser Baumscheiben und die Entsorgung des Laubes, werde allein den Anwohnern der betreffenden Straßen überlassen, heißt es in der Begründung des Antrags. Darüber hinaus wollen SPD und Grüne wissen, welche Möglichkeiten es gibt, alle Bünder bei der Laubentsorgung zu entlasten.

»Um die Akzeptanz der Bürger gegenüber städtischen Bäumen und Bäumen generell zu erhöhen und damit einer nachteiligen ökologischen Entwicklung entgegenzuwirken, sollte ein entsprechendes Pilotprojekt gestartet werden«, fordern die Fraktionsvorsitzenden Andrea Kieper (SPD) und Stefanie Janßen-Rickmann (Grüne).

Die KBB verweist darauf, dass es bereits Möglichkeiten der Entsorgung gibt: die Biotonne, gegebenenfalls auch über eine zusätzliche oder größere Biotonne, Eigenkompostierung oder die Entsorgung von Laub bei einem heimischen Entsorgungsunternehmen. Diese Möglichkeiten seien im Normalfall ausreichend. Grundsätzlich wird es für die Grundstückseigentümer aber für zumutbar gehalten, auch für das Laub von Straßenbäumen eine ausreichend große Biotonne vorzuhalten oder gelegentlich für wenige Euro Laub abholen zu lassen oder selber wegzubringen.

Kostenlose Abgabe beim Entsorger

Nichtsdestotrotz will man von Seiten der KBB dem Bürger entgegenkommen. So sollen die betroffenen Grundstückseigentümer – die KBB listet 31 Straßen auf – die Möglichkeit erhalten, das Laub der Straßenbäume, nach Vorlage eines Berechtigungsnachweises, zu festgelegten Terminen eines jeden Jahres für die Dauer einer dreijährigen Pilotphase kostenlos bei der Firma AVR (Lange Straße) abzugeben. Die dafür anfallenden Kosten würden vorerst von den Kommunalbetrieben Bünde getragen.

Eine Entscheidung darüber will der KBB-Verwaltungsrat in seiner Sitzung am 16. Mai treffen. Beginn ist um 19 Uhr im Rathaus.

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