300 Jahre Stadtrechte: Sonderausstellung eröffnet
Urbane Reise durch die Jahrhunderte

Bünde (WZ). Vor 300 Jahren war in Bünde nicht viel los. Weniger als 500 Menschen lebten in dem kleinen Ort an der Else. Erst die Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1719 durch die preußische Krone ebnete den Weg für eine moderne Stadtentwicklung – ein Schwerpunkt der neuen Sonderausstellung im Bünder Museum.

Sonntag, 05.05.2019, 19:29 Uhr aktualisiert: 06.05.2019, 11:42 Uhr
Lillian Bittner, Stefanie Hauk, Marlo Erdbrügger und Celina Usling (v. l.) haben sich Gedanken über zukünftige Stadtformen gemacht. Foto: Tittel

»Höher, weiter, schneller – vom Aufstieg der Städte. Bünde und der Rest der Welt«, lautet der Titel der Ausstellung, die gestern eröffnet wurde und bis zum 6. Oktober zu sehen ist.

Passend zum Jubiläum der Bünder Stadtrechtsverleihung vor 300 Jahren steht dabei die urbane Siedlungsform in all ihren Facetten im Mittelpunkt – sowohl im Allgemeinen als auch speziell auf Bünde bezogen.

»Wir sind es inzwischen von unserem Museum gewohnt, dass die Sonderaustellungen immer auch einen regionalen oder sogar lokalen Bezug zu Bünde aufweisen«, lobte Bürgermeister Wolfgang Koch das »wieder einmal sehr anspruchsvolle Angebot« vom Museumsteam um Leiter Michael Strauß.

Moderne Museumspädagogik

Dieser ging bei der offiziellen Eröffnung genauer auf das Konzept und die einzelnen Aspekte der Ausstellung ein und hob unter anderem die privaten Exponate hervor, die durch den jeweiligen Besitzer anhand kurzer Videos an den Medienstationen persönlich vorgestellt werden.

»Wir freuen uns, moderne museumspädagogische Angebote wie dieses Storytelling präsentieren zu können«, so Strauß, der sich bei den vielen Mitwirkenden und Helfern bedankte.

Die zahlreichen Eröffnungsgäste begaben sich anschließend auf eine abwechslungsreiche Zeitreise durch die Jahrhunderte. Zahlreiche Texte, Tafeln, Bilder und Karten sowie Anschauungsmaterial wie handgefertigte Modelle geben einen detaillierten Überblick über urbane Strukturen und die historische Evolution von Städten, der stets die Entwicklung Bünde gegenübergestellt wird.

»Hier steckt sehr viel Arbeit drin, für historisch Interessierte ein wahrer Fundus«, sagte Karin Hendrichs. Unterschiedliche Mitmachaktionen, Führungen, die Wanderausstellung »300 Jahre Stadtrechte« oder von Bünder Schülern erstellte urbane Zukunftsmodelle ihrer Heimatstadt komplettierten das Angebot des Eröffnungstages ebenso wie der Bauernmarkt im Museumsgarten. Gut 20 Aussteller sorgten für allerlei Leckereien, Informationen und Aktionen.

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