Facettenreiches Bünde: Nicht nur eine Heimatstadt, sondern auch Kulturstadt
Nostalgie trifft auf Moderne

Bünde  (WB). Vor 300 Jahren hat Bünde die Stadtrechte erhalten. Diesem besonderen Jubiläum widmet sich ein Veranstaltungsreihe, die mit einem Filmabend im historischen Kino Universum eröffnet wurde. Unter dem Motto »Bünde früher und heute« erhielten die Zuschauer vielfältige Eindrücke aus den Jahren 1930, der Nachkriegszeit, den 2000ern und natürlich auch der Gegenwart. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Kulturbeirat und dem Förderverein Universum.

Freitag, 03.05.2019, 21:01 Uhr aktualisiert: 03.05.2019, 21:20 Uhr
Der Filmausschnitt zeigte die Bahnhofstraße und die Ecke der Eschstraße in den 1930er Jahren.

»Am heutigen Filmabend können Sie den Hauch von Nostalgie und die Eigenschaften der Moderne spüren. Für mich gehört in die Gegenwart auch immer ein Teil der Vergangenheit, nun wünsche ich Ihnen viel Spaß», begrüßt Bürgermeister Wolfgang Koch das Publikum. Die Stadt Bünde hat in seinen Augen einen unverwechselbaren Charakter – sie ist bekannt als die Tabak- sowie die Zigarrenstadt.

Film aus dem Jahr 1930

Die Reise in die Geschichte der Stadt begann mit dem Film »Bünde um 1930« von Helmut Färber. Die originalen schwarz-weiß Aufnahmen standen ganz unter dem Motto Sport – denn Bünde ist nicht nur heute aktiv, sondern war früher auch schon außerordentlich lebendig. Der etwa zehnminütige Film zeigte sportliche Bünder beim Eislaufen auf der Else, traditionelle Kanutouren oder auch Paraden.

»Im Vergleich zur heutigen Zeit hat sich in der Zigarrenstadt seitdem jedoch einiges geändert«, hält Moderator Christian Kowalewski fest. Im Zentrum des Abends stand daher der Film »Bünde – eine Stadt im Zeitsprung« von Norbert Kaase, der bekannte Stadtbilder von der Nachkriegszeit bis zum Jahr 2000 darstellte. Die Szenen zeigten unter anderem den Umbau der Eschstraße zu einer Fußgängerzone, alte Fachwerkhäuser, die heute noch ein Teil der Stadt sind oder auch Bauten neueren Datums wie die Woolworth-Gebäude

Kulturelles Herzstück Universum

Der Film präsentierte ebenfalls ein weiteres kulturelles Herzstück der Stadt Bünde, nämlich das Universum. Dies wurde vor einigen Jahren renoviert und am 22. August 2001 neu eröffnet. Die Erhaltung des heutigen Kultur- und Veranstaltungszentrums ist allerdings auch durch den Einsatz einer musikalischen Gruppe zu verdanken: 1992 hat der Shanty-Chor Bünde unter der damaligen Leitung von Jürgen Klofac ein Weihnachtskonzert im Universum gegeben. Dies wurde auf der Leinwand nun noch einmal gezeigt, und auf einmal wurde die Vergangenheit wieder Wirklichkeit. Denn am vergangenen Filmabend zeigte der Shanty-Chor Bünde erneut ein vielfältiges musikalisches Rahmenprogramm, bei dem Seemannslieder wie »Frischer Wind in weißen Segeln« die Zuschauer in ihren Bann zogen.

Neben dem Shanty-Chor spielte ebenfalls Singer-Songwriter Ian Tray facettenreiche Lieder mit Begleitung des Schlagzeugs und der Gitarre.

Neben den 2000ern stellte der Filmabend auch Bünde im Jahr 2019 dar. Unter dem Motto »Buntes Bünde« wurden erstellte Clips von Schülern des Gymnasiums am Markt gezeigt.

Für sie nimmt Bünde ebenfalls viele Facetten ein. Zum Beispiel sehen sie Bünde auf Grund des Freibades und dem BTW als sportlich. Bünde steht aber auch für Jung und Alt – das veranschaulichten die Bilder von Kindergärten und dem Domizil an der Else. Darüber hinaus zeichnet sich Bünde auf Grund der Paulus- oder Laurentiuskirche als religiös aus.

Ausstellung im Museum

300 Jahre Stadtrechte – zwischen dem 2. und 8. Mai gibt es eine vielfältige Veranstaltungsreihe für das besondere Jubiläum. So wird an diesem Sonntag, 5. Mai, im Museum Bünde die Stadtausstellung »Höher, weiter, schneller – vom Aufstieg der Städte – Bünde und der Rest der Welt« eröffnet.

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