Stadt nimmt 2018 rund 180.000 Euro durch Verwarn- und Bußgelder ein
Parksünder rasten öfter aus

Bünde  (WB). So viel Geld wie 2018 hat die Stadt Bünde wohl noch nie mit der Ahndung von Ordnungswidrigkeiten eingenommen: Etwa 180.000 Euro spülten Park-Knöllchen und Co. ins Stadtsäckel. Allerdings steigt auch die Zahl der renitenten Parksünder.

Mittwoch, 03.04.2019, 09:01 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 09:10 Uhr
Wer die Parkdauer überschreitet, bekommt ein Knöllchen. Bei ihrer Arbeit sehen sich Bündes Politessen zunehmend Verbalentgleisungen der Autofahrer ausgesetzt. Foto: Daniel Salmon

»Eine Statistik, wo und wann die meisten Ordnungswidrigkeiten durch den Außendienst der Stadt Bünde erfasst werden, gibt es zwar nicht. Aber den größten Teil der Summe dürften wohl Parkverstöße ausmachen«, sagt Stadtsprecherin Doris Greiner-Rietz. Zum Vergleich: 2017 wurden durch Verwarn- und Bußgelder rund 161.000 Euro eingenommen, 2016 waren es zirka 151.000 Euro, 2015 immerhin 163.000 Euro und 2014 lediglich 118.000 Euro. Alle Einnahmen fließen direkt in den kommunalen Haushalt ein.

3000 Pkw-Parkplätze werden überwacht

Die Überwachung des ruhenden Verkehrs – also der rund 3000 gebührenfreien Pkw-Stellflächen in der Innenstadt – obliegt vor allen den Politessen des städtischen Ordnungsamtes. Diese sind regelmäßig auch auf den größten City-Parkplätzen an der Laurentius- und der Pauluskirche unterwegs. Auf diesen Stellflächen können Autofahrer ihre Fahrzeuge wochentags im Zeitraum zwischen 9 und 18 Uhr drei Stunden lang kostenlos abstellen – wenn sie denn ihre Parkscheiben auslegen und auch richtig einstellen.

Wird diese Zeit überschritten, die Parkscheibe vergessen oder gar »nachgedreht«, kommen die Außendienstmitarbeiter der Stadt zum Zuge. Kein einfacher Job, wenn ein Parksünder mit dem gerade verhängten Knöllchen hinter dem Scheibenwischerblatt seines Wagens nicht einverstanden ist. »Verbalentgleisungen bis hin zu Handgreiflichkeiten gegenüber den Politessen nehmen hier tendenziell immer mehr zu«, sagt die Stadtsprecherin. Daher komme es immer wieder vor, dass auch Mitglieder des städtischen Bonus-Teams im Kernstadtbereich sogar zum Schutz der Politessen bei ihren Kontrollgängen zur Unterstützung herangezogen werden müssen.

Vielzahl an Aufgaben

Bei weitem nicht die einzige Aufgabe, die die Bonus-Mitarbeiter stemmen müssen, wie Doris Greiner-Rietz verdeutlicht: »Der Aufgaben-Katalog des Bonus-Teams ist umfangreich. Er umfasst Kontrollen der festgelegten Lieferzeiten, der Müllentsorgung auf Friedhöfen und der Fußgängerzone auf Musiker, Bettler, Radfahrer, Jugendschutzkontrollen über Streifendienst in Parks, an Schulen, auf Spielplätzen und so genannten Angsträumen.« Zudem werden die Bonus-Mitarbeiter auch zu Einsätzen, die in Zusammenhang mit Ermittlungsarbeit von der Polizei oder anderen auswärtigen Behörden stehen, gerufen. »Darüber hinaus werden die Kollegen auch von Zoll und Polizei als ›neutrale Zeugen‹, beispielsweise zu Durchsuchungen, angefordert«, ergänzt die Stadtsprecherin.

Mit Parkverstößen bekämen es die Bonus-Mitarbeiter hingegen nur in Ausnahmefällen zu tun. Greiner-Rietz: »Zwar werden auch Falschparker geahndet, aber nur im Zuge des ›normalen‹ Streifendienstes und überwiegend in Bereichen, die von den Politessen nicht abgedeckt werden können.«

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