Annette Fettien zeigt an der Viktoriastraße in Bünde erstmals ihre Bilder – imposantes Haus ab Mai vermietet
Buddenberg-Villa wird Ausstellungsort

Bünde (WB). Es ist vorerst das letzte Mal, dass die Buddenberg-Villa für die Öffentlichkeit zugänglich ist: Am kommenden Samstag (13 bis 18 Uhr) und Sonntag (11 bis 17 Uhr) werden im Erdgeschoss des imposanten Hauses an der Viktoriastraße Bilder von Annette Fettien zu sehen sein.

Dienstag, 02.04.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 09:00 Uhr
Für Annette Fettien ist es eine Premiere: Sie zeigt ihre Bilder erstmals in der Öffentlichkeit. Foto: Bexte

»Ab Mai ist die Villa vermietet. Deshalb wollen wir noch einmal eine Veranstaltung ausrichten«, sagt Frank Schmidt, Hauseigentümer und Geschäftsführer von Quelle Verbindungstechnik in Kirchlengern. Und so bekommt die gebürtige Wuppertalerin

Die Buddenberg-Villa an der Viktoriastraße wird am Wochenende Ausstellungsort.

Die Buddenberg-Villa an der Viktoriastraße wird am Wochenende Ausstellungsort. Foto: Bexte

Annette Fettien (»Ich lebe aber bereits seit 30 Jahren in Bünde«) die Gelegenheit, ihre erste eigene Ausstellung in den schicken Räumen der nach vielen Jahren Leerstand grundsanierten Villa zu präsentieren.

Autodidaktin

»Farbwelten« ist die Schau mit etwa 50 zumeist großformatigen Acrylgemälden überschrieben. Sie zeigen ein breites Spektrum an Motiven, Stimmungen und Techniken. »Die Bilder entstehen ganz spontan. Ich gehe ohne konkrete Vorstellungen in den Schaffensprozess«, sagt die 58-Jährige Autodidaktin. So widmen sich die Bilder ganz unterschiedlichen Sujets – ein abstrakte, dunkle Farblandschaft heißt »Am Abgrund«, eine knallbunte Farbkomposition »Lollipop«.

Buddenberg-Villa

In der in den 1960er Jahren errichteten Villa lebte Manager Hellmuth Buddenberg (1924-2003) mit seiner Frau. Der Bünder war von 1976 bis 1988 Vorstandsvorsitzender der Deutschen BP AG. Buddenbergs Frau war nach seinem Tod nach Lippe gezogen. Sie starb 2014. Damals stand die Villa bereits viele Jahre leer. Die Buddenbergs überließen sie der Stadt mit der Vorgabe, dort ein Museum einzurichten. Die Stadt nahm aus Kostengründen davon Abstand und verkaufte das Haus 2016 an Frank Schmidt.

...

»Die Bilder sind so unterschiedlich wie meine Stimmungen.«

Diese bestimmen nur die Farbgebung, was dann aus dem Pinsel fließt, ist Intuition. Mal pastos, dick auf die Leinwand aufgetragen, mal gespachtelt und gerakelt, mal getupft, auch die technische Umsetzung variiert. Mittlerweile sei die Malerei für sie »ein Lebensinhalt«, sagt Annette Fettien, die aber dennoch berufstätig ist. Mit ihrem Mann Hans-Joachim betreibt sie ein Küchenstudio. Zudem arbeitet sie noch zwei Tage in einem Bielefelder Labor als Zytologieassistentin.

Teil des Verkaufserlös wird gespendet

»Wir laden alle Interessierten zu dieser Ausstellung ein. Allerdings wird nur das Erdgeschoss zugänglich sein«, betont Frank Schmidt. Damit schafft er ein weiteres, wenn auch vorerst letztmaliges Ereignis, die markante Villa als Veranstaltungsort zu nutzen. »Im vergangenen Jahr gab es hier ja im Garten das ›White picnic‹, das war eine tolle Sache«, erinnert er sich. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Ein Teil des Verkaufserlöses der Bilder geht an den Kinderschutzbund.

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