Zum siebten Mal hat das selbe Männchen den Horst im Bünder Elsebruch besetzt
Die Störche sind zurück

Bünde (WB). Er ist zurück! Im siebten Jahr infolge hat der bekannte Bünder Storch seinen Horst im Elsebruch in Beschlag genommen. Am vergangenen Donnerstag war er mit seiner Gefährtin eingeflogen.

Freitag, 08.03.2019, 21:11 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 22:00 Uhr
2018 war das Bünder Storchenpärchen am 6. März ins Bünder Elsebruch zurückgekehrt. Dieses Mal kam das Duo am 7. März auf seinem angestammten Horst an. In den Tagen zuvor hatten einige andere Störche das Nest auch schon angesteuert, waren dann aber weitergeflogen. Foto: Peter Schubert

»Es ist tatsächlich unser Storch. Einige Fotografen haben seinen Ring am Bein fotografiert und ausgelesen«, freut sich Peter Schubert. Seit fünf Jahren schon begleitet der 61-Jährige die Störche im Elsebruch intensiv, veröffentlicht Bilder der Vögel und dazugehörige Texte in einem eigenen Blog im Internet. Mittlerweile hat der Bünder Storch eine richtige kleine Fangemeinde. Zahlreiche Hobby-Fotografen verfolgen die Geschehnisse im Bruch, diskutieren in einer von Schubert gegründeten Facebook-Gruppe über ihre Beobachtungen.

Ankunft der Tiere ein Highlight

Vor allem die Ankunft der Tiere sei für ihn jedes Mal ein Highlight. Denn dass der Bünder Storch zum siebten Mal ins Bruch zurückkehrt, ist für ihn alles andere als selbstverständlich. »Man sagt, dass 30 Prozent der Vögel nicht wiederkommen. Die Verlustrate auf den Zug nach Süden oder wieder zurück ist ziemlich hoch.«

Außerdem hätten auch immer wieder andere Störche ein Auge auf den Horst in Hunnebrock geworfen. »Gleich am Donnerstag gab’s Zoff mit einem anderen Storch. Im Revierkampf hat sich unserer aber durchgesetzt«, berichtet Schubert. Er fährt fort: »Er verteidigt sein Revier, sobald ein anderer Vogel auftaucht.« Dabei gehe es teils hart zur Sache. Zur Warnung werde erst »geklappert«, dann steige er auf und fliege dem Konkurrenten hinterher: »Und dann wird auch schon mal mit dem Schnabel zugestochen.«

2018 drei Junge großgezogen

Schubert geht davon aus, dass der Storch mit der gleiche Partnerin wieder nach Bünde gekommen ist, die er schon im Vorjahr hatte. »Man kennt ja seine Pappenheimer. So wie die beiden miteinander umgehen und wie sie aussieht, müsste es das selbe Weibchen sein.« Drei Junge hatte das Duo im Vorjahr großgezogen.

Nun warten Schubert und die übrigen Storchenfreunde darauf, dass das gefiederte Pärchen erneut mit der Brut loslegt. »Das könnte jeden Tag soweit sein. Zwischen Befruchtung und Eiablage liegen normalerweise nur drei Tage.« Er vermutet, dass das spätestens ab Ostern der Fall sein wird. »Und wenn alles gut geht, könnte der Nachwuchs dann im Juni schlüpfen«, so der 61-Jährige, der vermeldet, dass auch das Nest in Ahle wieder besetzt ist. »Wegen der Nähe zu den Windrädern dort beurteile ich den Standort des Horstes aber nach wie vor kritisch. Der müsste eigentlich etwas weiter entfernt aufgestellt werden. Aber jetzt ist es zu spät.«

Zu Peter Schuberts Blog zu den Störchen geht’s hier.

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