Stadt Bünde bittet Bürger um Hilfe bei der Suche nach den Verursachern
Ärger über Müllchaos

Bünde  (WB). Überquellende Müllcontainer, Abfallsäcke auf dem Boden und in Hauseingängen, übereinander gestapelte Bierkisten im Vorgarten: Dieses Bild bot sich Anfang dieser Woche einem Passanten, der in der ehemaligen Britensiedlung in Hunnebrock unterwegs war.

Freitag, 08.03.2019, 05:02 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 09:30 Uhr
Kein schöner Anblick: Die Mülltonnen quillen über.

Kein schöner Anblick, fand der Spaziergänger, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte und die Redaktion auf diesen Zustand aufmerksam machte. »Wie sieht das denn aus? Kümmert sich die Stadt denn nicht darum?« – diese Fragen stellte sich der Bürger.

Der Schwerpunkt der Vermüllung bildete dem Bericht nach der Bereich um die Kleiststraße und die Carl-Severing-Straße. Die dortigen Reihenhäuser, die noch der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) gehören, werden von der Stadt bekanntlich als Unterkünfte für Asylbewerber genutzt.

Stadt kennt das Problem

Die Redaktion hakte im Rathaus nach. Und in dort ist das Müllproblem scheinbar auch schon bekannt, wie Stadtsprecherin Doris Greiner-Rietz auf Anfrage mitteilte. »Anwohner aus Hunnebrock, aber auch Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte selbst haben uns darauf aufmerksam gemacht.« Daraufhin hätte die Verwaltung das Gespräch mit den Asylsuchenden gesucht, um sie für das Problem zu sensibilisieren.

Herausgekommen sei dabei, dass nicht nur die Flüchtlinge die Abfallcontainer nutzen, sondern auch Auto beobachtet wurden, dessen Insassen illegal Müll in die an der Straße stehenden Behälter gestopft hätten. »Wir haben die Hunnebrocker Bürger und die Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte angehalten, uns diesbezügliche Auffälligkeiten zu melden und eventuell die Kennzeichen der betreffenden Fahrzeuge zu notieren«, so Greiner-Rietz.

Mittlerweile sind die Container nach dem jüngsten Müll-Chaos in dem betroffenen Bereich wieder geleert worden – außerhalb des regulären Leerungsturnus. »Für diesen Bereich gibt es ohnehin einen gesonderten Abfuhrtermin«, erklärt die Stadtsprecherin.

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