Verkehrsausschuss: Für eine neue Anliegerstraße in Bünde stehen drei Vorschläge zur Auswahl
Weizsäcker als Namensgeber?

Bünde (WB). Die Sackgasse wird zwar nur etwa 100 Meter lang sein. Aber auch für diese Straße in einem Neubaugebiet an der Ovelgönner Straße muss es mal einen Namen geben: »Am Dreiländereck« schlägt die Verwaltung vor – oder doch lieber Reinhard-Spanier-Straße oder Richard-von-Weizsäcker-Straße? Der Verkehrsausschuss muss darüber am nächsten Donnerstag, 14. März, entscheiden.

Donnerstag, 07.03.2019, 13:42 Uhr aktualisiert: 07.03.2019, 13:50 Uhr
Bekommt Bünde eine Richard-von-Weizsäcker-Straße? Dies ist einer von drei vorgeschlagenen Straßennamen. Foto: dpa

Mit der kleinen Straße werden südlich der Ovelgönner Straße acht Baugrundstücke erschlossen, auf denen in naher Zukunft sieben Einfamilien- und ein Doppelhaus entstehen sollen. Fast alle Grundstücke seien bereits verkauft, teilt das federführende Immobilienunternehmen pb planen + bauen Massivbau aus Bünde mit. Nur der Name der Anwohnerstraße mit einem Wendehammer steht halt noch nicht fest.

Die Verwaltung bevorzugt den Namen »Am Dreiländereck«: Denn das Gebiet um die Kreuzung Herforder Straße/Weseler Straße/Mindener Straße/Brunnenallee – etwa 200 Meter vom Neubaugebiet entfernt – sei seit Langem als »Dreiländereck« bekannt. An der Stelle stoßen die Grenzen der bis 1969 selbstständigen Gemeinden Südlengern und Bustedt sowie der Stadt Bünde zusammen. Noch heute unterhält der Schützenverein »Dreiländereck« hier seine Schießsportanlage.

Auch Reinhard Spanier als Namengeber im Gespräch

Die Straße könnte aber auch nach dem vor zwei Jahren im Alter von 85 Jahren verstorbenen Bünder Reinhard Spanier benannt werden. Er hatte sich viele Jahre ehrenamtlich für die Belange behinderter Menschen eingesetzt. Als stellvertretender Bürgermeister war der Christdemokrat maßgeblich daran beteiligt, dass die Lebenshilfe Lübbecke 1994 eine Werkstatt für behinderte Menschen in Hunnebrock errichtete. 1999 war er Initiator der Ferienspiele für Kinder mit Behinderungen.

Oder soll die Erschließungsstraße nach Richard von Weizsäcker benannt werden? Dieser Vorschlag werde vom Erschließungsträger unterstützt, heißt es in der Ausschussvorlage. Weizsäcker war von 1981 bis 1984 Regierender Bürgermeister von Berlin und dann bis 1994 Bundespräsident. Seine Rede am 8. Mai 1985 zum Ende des Zweiten Weltkrieges 40 Jahre zuvor gilt als historisch.

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