29 öffentliche Anlagen in Bünde – regelmäßige Wartung
Nur in Muckum gibt’s keinen Spielplatz

Bünde (WB). Wie viele öffentliche Spielplätze gibt es Bünde? Wie wird ihr ordnungsgemäßer Zustand geprüft und welche Modernisierungen sind geplant? Mit diesen Fragen wird sich der Jugendhilfeausschuss in seiner nächsten Sitzung beschäftigen.

Mittwoch, 06.03.2019, 14:07 Uhr aktualisiert: 06.03.2019, 14:10 Uhr
Am Spielplatz Bohnenstraße/Südring will die Stadt in diesem Jahr Instandhaltungsmaßnahmen durchführen. Um die Pflege der insgesamt 29 öffentlichen Anlagen in Bünde kümmern sich Mitarbeiter der Kommunalbetriebe. Foto: Daniel Salmon

UWG-Politiker Jörn Döring hatte in der letzten Zusammenkunft des Gremiums angeregt, sich diesem Thema noch mal näher zu widmen. Und dieser Anregung hat die Stadtverwaltung nun entsprochen und eine umfangreiche Vorlage die Sitzung am 12. März erstellt.

Daraus geht unter anderem hervor, dass es im gesamten Stadtgebiet 29 Spielplätze gibt, die von der Kommune unterhalten werden. Sie verteilen sich auf fast alle Stadtteile – lediglich in Muckum gibt es keinen. Hergerichtet wurde die einzelnen Anlagen – die kleinste ist laut Auflistung der Stadt nur 309 Quadratmeter groß (Eichfeldstraße in Spradow), die größte misst 7686 Quadratmeter (Skatepark in Ennigloh) – zwischen 1960 und 2008.

Für zwölf Bünder Spielplätze gibt es seit 2010 Spielplatzpaten. Diese sind Ansprechpartner für die Nutzer der Anlagen. Sie haben im Bedarfsfall auch einen kurzen Draht zur Stadtverwaltung, sollten Problem auftreten.

Jahresbudget von 179.000 Euro

Im Jugendamt steht für alle Plätze im aktuellen Haushaltsjahr ein Budget von knapp 179.000 Euro zur Verfügung. Dieses Budget beinhaltet einen Personalkostenanteil, eine Summe zur Unterhaltung der Anlage sowie das Geld zur Instandhaltung des Infrastrukturvermögens. Dazu kommen 30.000 Euro pro Jahr, die in investive Maßnahmen gesteckt werden können.

Um Pflege und Instandhaltung der Spielplätze kümmern sich die Kommunalbetriebe Bünde (KBB). Zudem kontrollieren die Mitarbeiter der städtischen Tochter die Spielgeräte und sonstige Ausstattungen, damit sie immer in einem sicheren Zustand sind. Sogenannte »visuelle Routineinspektionen« finden in wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Intervallen statt, in der Hauptsaison an der Ennigloher Skateanlage teils sogar täglich.

Dabei gehe es um das »Erkennen und Feststellen offensichtlicher Gefahren und Schäden«, ausgelöst beispielsweise durch Vandalismus. »Auf Spielplätzen und auf Schulhöfen kommt es leider immer wieder mal vor, dass Spielgeräte beschädigt werden, Müll hinterlassen wird oder andere Altersgruppen die Flächen nutzen«, teilt dazu Stadtsprecherin Doris Greiner-Rietz mit.

Weiterhin führten die speziell ausgebildeten Mitarbeiter des Bauhofs alle drei Monate eine Überprüfung von Verbindungsstellen und beweglichen Teilen an den Spielgeräten sowie weitere genauere Kontrollen durch. Das nennt sich im Fachjargon dann »Operative Inspektion«.

Einmal jährlich Hauptinspektion

Einmal jährlich gebe es zudem eine Hauptinspektion der Anlagen, bei der Holzteile, Fundamente und so genannte Einmastgeräte ganz genau unter die Lupe genommen werden. Dieser Kontrollgang findet in der Regel im ersten Quartal eines Jahres statt.

Regelmäßige Rasen- und Gehölzpflege

Regelmäßig führen die KBB-Arbeiter zudem die Rasen- und Gehölzpflege an den Spielplätzen durch, entfernen etwaige Müll und kümmern sich in der kalten Jahreszeit um den Winterdienst auf öffentlichen Wegen, die an den Anlagen vorbeiführen.

Für das aktuelle Jahr hat die Stadt auf einen Spielplatz ein besonderes Augenmerk gelegt: So ist die Instandsetzung der Anlage an der Ecke Bohnenstraße/Südring geplant. Das dortige Spielschiff soll ersetzt und ein weiteres Spielgerät angeschafft werden.

Und für 2020 ist vorgesehen, die Seilbahn des Spielplatzes an der Bismarckstraße abzubauen. »Sie wurde außer Betrieb gestellt, da das Holz der Standpfosten am Startblock marode ist. Vom Hersteller sind keine Ersatzteile mehr zu bekommen, weil die Bauart aus dem Programm genommen wurde«, so Stadtsprecherin Greiner-Rietz. Im kommenden Jahr soll eine neue Seilbahn angeschafft werden, da es sich um »attraktive und gut angenommene Spielgeräte auf öffentlichen Spielplätzen« handele.

Die Standorte

Ahle: Heuerlingsstraße (erbaut 1960, Grundstücksgröße 2673 m²); Schierholzstraße/GS Ahle (1993, 620 m²).

Bustedt: Hopfenstraße (1960, 734 m²); Kastanienstraße (1996, 734 m²); Kastanienstraße (1996, 2000 m²); An der Waldstraße/GS Bustedt (1998, 519 m²).

Dünne: Hermann-Hesse-Straße (1980, 1720 m²); GS Dünne (1998, keine Angabe).

Ennigloh: Bültstraße/Dustholz (2003, 1500 m²); Mühlenwiese (1970, keine Angabe); Skateanlage (1999, 7686 m²); GS Ennigloh (2003, keine Angabe).

Hunnebrock: GS Hunnebrock (1990, 1200 m²); In der Hucht (1996, 636 m²); Alte Heide (2002, 751 m²).

Holsen: GS Holsen (1992, keine Angabe); Pohlmanns Weg (2004, 499 m²); Haferkamp (2003, 497 m²).

Hüffen: Pestalozzischule (1995, 3346 m²)

Bünde-Mitte: Bismarckstraße (1975, keine Angabe); Steinmeisterpark (1960/2002, 506 m²); Südring/Bohnenstraße (1960/2006; 4725 m²); GS Bünde-Mitte (1997, 1865 m²).

Spradow: An der Eichfeldstraße (2009, 309 m²); GS Spradow (1993, keine Angabe); Gerhart-Hauptmann-Straße/Weizenfeld (2008, 3253 m²).

Südlengern: Vor den Döhren (1960, 890 m²), GS Südlengern (1996, keine Angabe); Lengerheide (1998, 480 m²).

Werfen: Im Osteresch (2004, 903 m²).

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