Neue LED-Technik senkt den Stromverbrauch deutlich
Stadt saniert Ampeln

Bünde (WB). Strom sparen durch neue Technik – das hat sich die Stadt Bünde auf die Fahnen geschrieben. So hat die Stadtverwaltung bereits im vergangenen Monat die Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet energetisch umgerüstet. Parallel dazu sind aufgrund veralteter Technik in den vergangenen Wochen auch sieben von elf Lichtsignalanlagen – so die Behördenbezeichnung für Ampeln – saniert worden.

Dienstag, 05.03.2019, 14:03 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 19:04 Uhr
Karsten Unger (Stadt Bünde, von links), Ralf Kirschner (Firma Stührenberg) und Planer Joachim Pohnke vor der Ampel am Museumsplatz.

»Durch die Umstellung auf LED-Signalgeber und neue Steuergeräte lässt sich der Energieverbrauch deutlich senken«, stellt Karsten Unger von der Abteilung Verkehrsplanung und Straßenbau fest. Bei den größeren Anlagen, die durchgehend mit einem entsprechenden Energieverbrauch betrieben werden, wird die Sanierung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) finanziell mit 30 Prozent der Investitionskosten unterstützt.

Im Stadtgebiet wurden folgende Ampeln mit Förderung des BMU und Betreuung durch das Forschungszentrum Jülich in diesen Kreuzungsbereichen energetisch saniert: Bahnstraße/Hauptstraße/DB-Unterführung, Bismarckstraße/Nordring, Else­straße/Fünfhausenstraße/Museumsplatz, Lettow-Vorbeck-Straße/Elsedamm.

Am Museumsplatz nur Festzeitprogramm

Um die Anlage am Museumsplatz schnell wieder in Betrieb zu setzen, wurde sie zunächst nur mit einem Festzeitprogramm ausgestattet. Dies führt bei manchen Verkehrsteilnehmern zu Verwirrung. Die Fachleute sind derzeit dabei, eine verkehrsabhängige Schaltung vorzubereiten. Dann werden auch die Fußgängeranforderungen und die Schleifen wieder in Betrieb gehen und die Anlage passt sich – wie gewohnt – dem Verkehrsfluss an. Die Umsetzung der angepassten Schaltung soll zeitnah geschehen

Deutliche Stromersparnis

Neben den wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen leisten diese Maßnahmen einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Erreichung der Klimaschutzziele, welche für die Gestaltung unserer Zukunft von großer Bedeutung sind, teilt die Stadtverwaltung mit. Das Gesamtziel der geförderten Maßnahmen umfasst eine jährliche Stromeinsparung von etwa 20.800 Kilowattstunden jährlich (durchschnittlich 81 Prozent) und eine CO2-Einsparung von etwa 246 Tonnen.

Auch weitere nicht förderfähige Ampelanlagen wurden aufgrund ihres Alters auf die neueste Technik umgerüstet: Kreuzung Holzhauser Straße/Habighorster Weg sowie Brunnenallee/Hindenburgstraße. Mit der Umrüstung von Lichtsignalanlagen auf moderne LED-Technologie im Stadtgebiet will die Stadt auch einen Punkt aus dem Klimaschutzkonzept umsetzen.

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