Interessierte Paten können sich ab sofort bei der Stadt melden – Pflanzfest geplant
Bürgerwald: Baum kostet 150 Euro

Bünde  (WB). 150 Euro: So viel soll eine Patenschaft für einen Baum im neuen Bünder Bürgerwald kosten. Wählen können Interessierte aus sechs verschiedenen Baumarten. Im Herbst sollen den ersten Pflanzungen erfolgen.

Dienstag, 05.03.2019, 12:15 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 13:08 Uhr
Die Esskastanie ist »Baum des Jahres 2018« und darf ebenfalls in Spradow angepflanzt werden. Foto: dpa

Bereits im vergangenen März hatte der städtische Planungsausschuss den Weg für das Projekt frei gemacht. Als Vorbild diente bei dem Vorhaben das benachbarte Kirchlengern. In der Elsegemeinde gibt es schon seit geraumer Zeit einen Bürgerwald.

Als Standort hatten die Politiker schließlich eine Fläche an der Stettiner Straße in Spradow bestimmt. Geplant ist, auf dem etwa 4000 Quadratmeter großen Areal einen »kleinen, naturnahen Wald« entstehen zu lassen, wie es in einem Infoflyer heißt, den die Stadtverwaltung nun herausgegeben hat.

Ein Biotopverbund entsteht

An der ausgewählten Stelle füge sich der Bürgerwald sehr gut in die Landschaft ein, ist man im Bünder Rathaus überzeugt. Durch den Bürgerforst werde im Zusammenspiel mit den östlich und südlich gelegenen Flächen des Spradower Friedhofs und des Eselbachtals ein Biotoverbund gebildet. Zudem liege in nur knapp 200 Meter Entfernung das Mühlen- und das Ostbachtal. »Beide Bachtäler sind Gehölzbestanden und verbessern in Zukunft mit dem geplanten Bürgerwald die Wanderungsmöglichkeiten von Amphibien, kleinen Säugetieren und Insekten«, beschreibt die Stadt die Vorteile der Standortwahl für die heimische Fauna.

Verschiedene Anlässe

Als Anlass, einen Baum pflanzen zu lassen, gebe es ganz verschiedene Gründe: Hochzeitsjubiläen, Geburt, Taufe, Schulentlassungen oder das bestandene Abitur sowie ein Firmenjubiläum sind nur einige der Möglichkeiten.

Auf Wunsch der Baumpaten lässt die Stadt für einen Aufpreis von 17,50 Euro ein Schild am Baumpfahl befestigen. Auf diesem können beispielsweise der Anlass für die Pflanzung, der Name des Paten oder eine Gedichtszeilen eingraviert werden

Sechs Bäume zur Auswahl

Ab sofort können sich Interessierte bei der Stadt melden. Allerdings: Die Entscheidungsfreiheit, welche Baumart gepflanzt werden darf, ist eingeschränkt. Bevorzugt werden sollen standortgerechte, heimische Arten. »Denn nur so kann aus der Pflanzung im Laufe der Jahre und Jahrzehnte ein natürliches Ökosystem entstehen«, heißt es im Flyer der Stadt. Zur Wahl stehen daher Stieleiche, Winterlinde, Bergahorn, Rotbuche, Wildkirsche – und die Esskastanie. Letztere ist »Baum des Jahres 2018« und in Anbetracht des Klimawandels mit in die Auswahl aufgenommen worden.

Wie die Stadt weiter mitteilt, wird der jeweilige Baum Bestandteil des Bünder Bürgerwaldes. Das heißt im Klartext: Er geht nicht in das Eigentum des Baumpaten über – und darf somit auch nicht eigenmächtig aus dem Wald entfernt werden.

Die Fertigstellungs- und die Entwicklungspflege wird für die ersten Jahre vom von der Kommune beauftragten Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen übernommen.

Dazu zählen auch mögliche Ersatzplanzungen innerhalb dieses Zeitraums – etwa wenn der Baum aufgrund einer Krankheit eingeht oder mutwillig beschädigt wird. Ein Anspruch auf eine Ersatzpflanzung gegenüber der Stadt nach Ablauf dieser Frist gebe es allerdings nicht.

Pflanzfest im Herbst

Beschafft werden die Bäume zentral von der Stadt und voraussichtlich im Oktober gepflanzt. Für November ist dann ein Pflanzfest geplant, zu dem alle Baumpaten, die sich im Jahresverlauf für einen Baum entschieden haben, gemeinsam mit ihren Familien und Freunden begrüßt werden sollen. Bei diesem Anlass sollen auch die offiziellen Patenschaftsurkunden erhalten.

Ab diesem Monat liegen Flyer über das Angebot an Bäumen mit Preisen und allgemeinen Infos im Bürgerbüro, dem Standesamt und im Stadtmarketingbüro aus. Zudem ist die Broschüre »Bürgerwald« auf der stadteigenen Homepage einsehbar . Dort ist es auch möglich, ein Bestellformular herunterzuladen.

Weitere Infos gibt’s beim Bereich Planen und Bauen unter den Telefonnummern 05223/161-307 und -332.

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