Freiherr-vom-Stein-Gymnasium will »reflektierten Umgang«
Start der digitalen Lernplattform

Bünde (WB). Am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium (FvSG) schreitet die Digitalisierung der Schule weiter stark voran.

Sonntag, 03.03.2019, 06:46 Uhr aktualisiert: 03.03.2019, 06:50 Uhr
Wichtig ist den Verantwortlichen des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, dass Digitalität nicht dem Selbstzweck dient. Die Schüler sollen lernen, wie digitale Medien funktionieren und wie man sie einsetzen kann.

»Hinsichtlich digitaler Bildung liegt Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Staaten etwa 15 Jahre zurück. Wir dürfen unsere Schüler nicht weiter mit dem Fortschritt allein lassen, sondern müssen ihnen das nötige Handwerkszeug mit auf den Weg geben, das sie benötigen, um kompetent, aber auch stets reflektiert mit den Geräten und dem Internet umzugehen«, sagt Schulleiter Gunnar Woltering.

Die Arbeitsgruppe Medien hat seit dem Schuljahr 2017/18 zunächst vor allem die technische Seite der Digitalisierung in den Blick genommen, um Grundlagen für die zukünftige didaktische und pädagogische Arbeit zu schaffen. So wurden seitdem alle Klassenräume mit Beamern und je einem Tablet ausgestattet, das die Lehrer zur Unterrichtsgestaltung nutzen.

Whiteboards statt Kreidetafeln

Anstelle von Kreidetafeln gibt es schon viele flexible Whiteboards, die unter anderem als Projektionsfläche genutzt werden. Ein flächendeckendes WLAN ist ebenfalls überall verfügbar, auch wenn die Leistung in einigen wenigen Räumen noch nicht ganz ausreicht.

»Zusammen mit der Stadt arbeiten wir mit Hochdruck daran, dass schnellstmöglich alle Verbindungen tadellos funktionieren«, betont Dr. Alexander Müller, der Leiter der Mediengruppe am FvSG.

Wichtige Schnittstelle

Die wichtigste Schnittstelle für digitales Lernen in der Schule ist die gerade erfolgte Installation von »IServ«. Über diese web-basierte und datenschutzsichere Lernplattform kann in Kürze ein schneller Austausch aller am Schulleben Beteiligten erfolgen: Neben der einfachen Kommunikation untereinander können Unterrichtsmaterialien eingestellt, Gruppen eingeteilt und personalisierte Arbeitsaufträge gestellt werden.

Darüber hinaus werden Rückmeldungen zum Lernerfolg möglich. »Über eine App der Plattform können alle Beteiligten von überall aus über das Internet auf IServ zugreifen«, sagt Müller.

Digitalität dient nicht dem Selbstzweck

Die Plattform bildet die Basis für das zukünftige Lernen am FvSG. »Wenn alle Schüler hoffentlich bald mit einem digitalen Endgerät ausgestattet sind, wird der didaktische und pädagogische Nutzen dieser Plattform zur vollen Entfaltung kommen. Individualisiertes Lernen rückt damit endlich in den Mittelpunkt«, ist sich Schulleiter Gunnar Woltering sicher. Er selbst nimmt gerade an dem einjährigen Zertifikatsstudium »Digital Learning Leadership« an der TU Dortmund teil, um das FvSG in den kommenden Jahren fit zu machen für die digitalen Herausforderungen.

Wichtig ist der Schule, dass Digitalität nicht dem Selbstzweck dient. Die Schüler sollen lernen, wie digitale Medien funktionieren und wie man sie einsetzen kann. Es sei wichtig, dass Schüler wissen, wie Algorithmen funktionieren. Genauso wichtig sei aber, dass sie all die positiven Effekte der Digitalisierung auch immer kritisch hinterfragen.

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