Woolworth-Komplex: Investor will bis zu zwölf Millionen Euro in Umbau stecken
Auch Rossmann soll einziehen

Bünde (WB). Die Bauzäune stehen, innen wird schon gewerkelt: Es wird ernst mit dem Umbau des Woolworth-Komplexes am Museumsplatz. Auf einer Informationsveranstaltung, die Mittwochabend im Rathaus stattfand, war Näheres zu erfahren.

Donnerstag, 14.02.2019, 18:16 Uhr
In dieser Grafik von Architekt Philipp Fleper kann der Betrachter einen Blick von der Eschstraße aus auf den geplanten Umbau werfen. Der Name »Stadttor« wird wohl nicht angebracht.

Lars Esser-Carius und Robert Tucovic vom Bauherrn Amandla GmbH, Oberbauleiter Gernot Ladleif und Architekt Philipp Fleper stellten das Projekt vor und beantworteten Fragen von Anwohnern und Kommunalpolitikern. Zuvor hatte Bürgermeister Wolfgang Koch festgestellt, dass das Gebäude aufgrund seiner zentralen Lage für die Innenstadt »nicht unwichtig« sei, und die Pläne als »sehr ansprechend« gelobt. Nach Tucovics Angaben werden dafür zwischen zehn und zwölf Millionen Euro Baukosten veranschlagt.

Gebäude soll moderner werden

Wie berichtet, plant die Gesellschaft Amandla, die den Komplex vor etwa zweieinhalb Jahren erworben hat, umfangreiche Umbauten. Architekt Fleper nannte den 70er-Jahre-Bau »ein Kind seiner Zeit«: sehr dunkel, viele Fertigbauelemente, insgesamt »wenig zukunftsfähig«. Demgegenüber wolle man das Gebäude nun »deutlich moderner gestalten« und zugleich Anleihen an den hellen Putzfassaden und vertikalen Fenstern der Altstadt nehmen: »Das ist dann eine Fassade, die auch in 20 Jahren noch zeitlos sein wird.«

Neben den äußeren Veränderungen wird sich im Gebäudeinnern viel tun. Das dritte Obergeschoss wird zwar nicht mehr, wie ursprünglich vorgesehen, vollständig, aber doch deutlich zurückgebaut. Erhalten bleibt ein Technikgeschoss. Woolworth wird im Erd- und ersten Obergeschoss vertreten bleiben, C&A bleibt ebenfalls. Im ersten Stock zieht ein Fitnessstudio ein. Ein Bürokomplex wird durch ein zum Rathaus ausgerichtetes neues Treppenhaus erschlossen.

Erdgeschoss wird erweitert

»Der Baukörper entwickelt sich in Richtung Elsestraße«, so Fleper. Zum Kino »Lichtspiele« hin wird das Erdgeschoss erweitert, um Platz für die Drogerie Rossmann zu schaffen. Dafür wird ein Treppenhaus abgerissen und versetzt neu gebaut.

Für den zweiten Stock ist ein Hybridkonzept vorgesehen. Nach Südwesten werden elf Wohnungen mit Flächen zwischen 50 und 90 Quadratmetern mit großzügigen Terrassen entstehen – »absolute Topqualität«, wie Amandla-Geschäftsführer Lars Esser-Carius betonte. Man kalkuliere mit einem Mietpreis von 8,50 Euro pro Quadratmeter. Daneben wird auch im zweiten Obergeschoss Platz für Büros geschaffen. Die Tiefgarage soll auf 112 Pkw-Stellplätze erweitert werden.

Abbrucharbeiten zwischen April und Juni

Oberbauleiter Gernot Ladleif rechnet damit, dass die größeren Abbrucharbeiten zwischen Ende April und Anfang Juni erledigt werden können. In dieser Zeit sei mit Staub- und Lärmbelästigungen zu rechnen. »Wir haben hier eine vergleichsweise komfortable Platzsituation für die Baustellenlogistik«, erklärte Esser-Carius. Die Bahnhofstraße wird passierbar bleiben, C&A die meiste Zeit geöffnet bleiben. In einem Jahr sollen die wichtigsten Arbeiten abgeschlossen sein.

Der Projektname »Stadttor« wird wahrscheinlich am Ende nicht auf dem neuen Vordach prangen. Philipp Fleper: »Wir haben im Gestaltungsbeirat den Eindruck gewonnen, dass dieser Name nicht gewünscht ist.«

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