Jugend forscht: Imperial-Azubis untersuchen Leitfähigkeit von Böden bei Blitzschlag
»Tödliche Schritte«

Bünde (WB). Wenn es donnert und blitzt, ist man am Hücker Moor besonders sicher. Das ist nur eines der Forschungsergebnisse der Imperial-Werke-Azubis Jens Gärtner und Kubilay Yakmaz. Mit ihrem Projekt »Tödliche Schritte« nehmen sie im Februar am Wettbewerb Jugend forscht teil.

Mittwoch, 06.02.2019, 05:50 Uhr aktualisiert: 06.02.2019, 06:01 Uhr
Wo ist man bei Gewitter sicher und wo wird’s gefährlich? Vom Wildpark Diedrichsburg in Melle bis zum Hücker Moor haben Jens Gärtner (20, links) und Kubilay Yakmaz von Sommer bis Winter Böden auf ihre Leitfähigkeit hin untersucht. Ergebnis: Im Falle eines Blitzeinschlages ist man am Hücker Moor (feuchter Boden) deutlich sicherer als an der Meller Diedrichsburg. Foto: Kathrin Weege/dpa

»Wir haben die Leitfähigkeit von Böden untersucht. Mit einem Spezialgerät haben wir Messungen bei unterschiedlichen Außentemperaturen vorgenommen«, sagt Projektsprecher Jens Gärtner. Der Auszubildende zum Mechatroniker erklärt: »Nasse Böden leiten gut. Bei einem Blitzschlag fließt der Strom dann durch den Boden ab, der Mensch merkt fast nichts.« Anders sieht es dagegen bei einem trockenen Untergrund aus. »Da sucht sich der Strom den Weg durch den Körper, und es wird gefährlich«, so Kubilay Yakmaz.

Messungen mit Sonden

Vom Hücker Moor über den Doberg bis hin zur Meller Diedrichsburg haben die beiden jungen Männer Messungen vorgenommen. Vier Sonden wurden dafür im Abstand von einem Meter in den Boden geschoben. »Während es am Hücker Moor besonders sicher ist, ist es im Wildpark an der Meller Diedrichsburg eher gefährlich. Der Boden hat geringe Leitfähigkeit«, so Kubilay Yakmaz, der bei den Imperial-Werken eine Ausbildung zum Elektroniker macht.

Da die Leitfähigkeit der Böden von Feuchtigkeit und Außentemperatur mitbestimmt wird, haben die beiden Azubis die Messungen über einen Zeitraum von Sommer bis Winter durchgeführt. Im Winter kann die Leitfähigkeit deutlich variieren. Kubilay: »Gefrorener Boden leitet sehr schlecht. Taut er und es ist alles feucht, leitet der Untergrund hingegen gut.«

Duo war schon mal dabei

Einen kleinen Tipp zur eigenen Sicherheit bei Blitzschlag haben die Azubis: »Füße nicht auseinander, sondern dicht zusammen stellen.«

Das Blitz-Projekt wird am 27./28. Februar beim Regionalentscheid in Hannover präsentiert, da Projektsprecher Jens Gärtner zwar bei den Imperial-Werken in Bünde arbeitet, aber in Melle wohnt. Schon vergangenes Jahr war das Duo mit dem Projekt »Tödliche Schritte« beim Wettbewerb dabei. »Wir haben einen zweiten Platz erreicht. Die Jury hätte sich mehr Ergebnisse bei unterschiedlichen Witterungen gewünscht. Das haben wir jetzt nachgeholt«, sagt Jens Gärtner.

Klappt’s dieses Mal mit einem ersten Platz, geht es weiter zum Landeswettbewerb.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6371955?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514621%2F
41 Bewohner positiv getestet
41 Bewohner und 15 Mitarbeiter des Alten- und Pflegeheimes Jordanquelle in Bad Lippspringe sind bis Montag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Heimleitung steht nach eigenen Angaben in ständigem Austausch mit dem Gesundheitsamt. Foto: Oliver Schwabe
Nachrichten-Ticker