Landgericht schickt Bünder (41) für fünf Jahre und sechs Monate in den Knast
Lange Haftstrafe für Heroin-Dealer

Bünde  (WB). Die nächsten fünfeinhalb Jahre wird ein Bünder (41) hinter schwedischen Gardinen verbringen. Die X. Strafkammer des Bielefelder Landgerichts verurteilte den Mann am Montagmorgen unter anderem wegen der unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

Dienstag, 05.02.2019, 06:01 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 06:20 Uhr
Der Bünder hatte unter anderem Kokain und Heroin aus Holland nach Deutschland eingeführt und verkauft. Foto: dpa

Dorgentour in den Niederlanden

Die Staatsanwaltschaft legte dem 41-jährigen, der selbst stark drogenabhängig ist, folgendes zur Last: Im Juni vergangenen Jahres soll er sich in den Niederlanden Drogen besorgt und in die Bundesrepublik eingeführt haben – insgesamt 250 Gramm Heroin, 25 Gramm Kokain und gut 600 Gramm Streckmittel. Die Betäubungsmittel soll er in der Folgezeit an diverse »Kunden« im Raum Bünde verkauft haben.

Nicht einmal zwei Monate später benötigte der Dealer allerdings Nachschub. Er soll sich dann erneut für eine Drogen-Tour ins Nachbarland aufgemacht haben. Auf seiner Einkaufsliste standen dieses Mal erneut 250 Gramm Heroin, 600 Gramm Streckmittel sowie 60 Gramm Heroin.

Was der 41-Jährige allerdings nicht wusste: Die Polizei war ihm bereits auf die Schliche gekommen. Als er mit seiner »Ware« wieder bei sich Zuhause ankam, klickten die Handschellen. Seitdem saß der Angeklagte in Untersuchungshaft.

Heroin auch für den Eigenbedarf

Für den Prozess gegen den Drogendealer waren ursprünglich drei Verhandlungstage angesetzt. Allerdings zeigte sich der Bünder laut Landgerichtssprecher Guiskard Eisenberg gleich zum Auftakt geständig: »Er räumte die Einfuhr der Drogen ein.« Allerdings habe er zudem angegeben drei Gramm von dem gekauften Heroin für den täglichen Eigenbedarf genommen zu haben. Somit habe er nicht mit der kompletten Menge der Drogen Handel getrieben.

Diese Aussage wirkte sich zwar positiv auf das Strafmaß aus. Weil der ausgebildete Holzmechaniker die jüngsten Taten allerdings in einer noch laufenden Bewährungszeit begangen hatte und in der Vergangenheit mehrfach wegen ähnlicher Vergehen im Knast saß, kam es zu dem nun gefällten Urteil.

Zusätzlich muss sich der Mann einer Drogentherapie in einer Entzugsklinik unterziehen und zudem noch 24.800 Euro, die er mit dem Verkauf von Kokain und Co. eingenommen hatte, an die Staatskasse zahlen.

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