Sanierung der Laurentiuskirche: Bis Ende des Monats sollen alle Restarbeiten fertig sein
Neuer Altar ist endlich da

Bünde (WB). Modern, schlicht und doch erhaben: So lässt sich der neue Altar der Bünder Laurentiuskirche wohl am besten beschreiben. Seit wenigen Tagen ist er endlich da.

Montag, 04.02.2019, 09:21 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 09:30 Uhr
Hans-Dieter Korff (von links), Erika Schröder, Ernst Tilly, Siegrid Höpker (alle Laurentius-Förderverein), Pfarrer Rainer Wilmer, Innenarchitektin Elke Upmeier zu Belzen und Kirchmeister Rainer Alexander präsentieren sichtlich stolz den neuen Altar, der bereits bei mehreren Gottesdiensten zum Einsatz kam. Foto: Daniel Salmon

Eigentlich sollte das gute Stück der Lydia-Gemeinde schon zur Wiedereröffnungsfeier des ältesten Gotteshauses der Elsestadt präsentiert werden. »Allerdings haben sich Arbeiten etwas verzögert«, wie Elke Upmeier zu Belzen einräumte. Die Innenarchitektin, die für den Innenausbau der Kirche verantwortlich zeichnet, hat den Altar entworfen. Gebaut wurde er von einem Bielefelder Handwerker.

Sein Korpus besteht aus Messing. »Dieses Material passt am besten zur barocken Kanzel mit ihren goldenen Elementen und der Goldfassung der Emporenbrüstung«, ist Upmeier zu Belzen überzeugt. Auf dem Korpus selbst hat eine geölte Tischplatte aus Eichenholz – umschlossen von einem Messingrahmen – Platz gefunden. Das Besondere sind die Antependien, die beim neuen Altar aus verschiedenfarbigem Antikglas bestehen. »Die sind mundgeblasen, wurden bei der Glasmalerei Peters in Paderborn hergestellt«, so die Innenarchitektin.

Gläser können ausgetauscht werden

Je nach Zeit im Kirchenjahr können die Gläser ausgetauscht werden. »Grün ist die generelle Farbe, die meistens verwendet wird. Für Ostern und Weihnachten können weiße Glaselemente eingesetzt werden. Rot kommt bei beispielsweise bei Kirchenfesten oder Konfirmationen zum Einsatz«, erklärt Pfarrer Rainer Wilmer. Dank durchsichtiger Aussparungen in den Antependien wird im unteren Bereich des Altars ein Kreuzsymbol dargestellt.

Für das Rednerpult – den so genannten Ambo – wurde auch Messing verwendet, ebenso wie für den Rahmen des Altarbildes, das nun an der Wand im hinteren Bereich des Chors Platz gefunden hat.

40.000 Euro für Altar und Co.

Altar, Lesepult, die Aufarbeitung der historischen Taufschale sowie das Blätterkreuz und den noch fehlenden Lichtort in der Apsis, eine neue Halterung für die Osterkerze und weitere Elemente der Inneneinrichtung hat der Förderverein der Laurentiuskirche bezahlt. 40.000 Euro standen dafür bereit, 23.000 Euro waren bereits in andere Maßnahmen geflossen. »Im Turmeingang möchten wir außerdem noch die aktualisierte Holztafel mit den Namen aller Geistlichen, die sich bisher in der Sakristei befand, sowie eine Infotafel zur Geschichte des Gotteshauses finanzieren«, sagt Vereins-Chef Ernst Tilly. Von dem Ergebnis der millionenteuren Sanierung der Kirche ist er begeistert: »Die Kirche lebt und wirkt dank des neuen Lichtkonzepts außerdem viel größer.« Auch aus der Gemeinde habe es bereits viele positive Rückmeldungen zur Neugestaltung gegeben.

Bis zum Monatsende stehen noch einige kleinere Restarbeiten an, ehe die mehrere Jahre andauernde Baumaßnahme dann komplett abgeschlossen sein soll.

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