Etwa 100 Unternehmen bei der 22. Ausbildungsplatzbörse im Bünder Stadtgarten vertreten – mit Video
Welcher Beruf passt zu mir?

Bünde (WB). 326 anerkannte Ausbildungsberufe gibt es derzeit in Deutschland. Etwa 150 von ihnen sind am Freitag während der Ausbildungsplatzbörse im Bünder Stadtgarten vorgestellt worden.

Freitag, 01.02.2019, 17:59 Uhr aktualisiert: 02.02.2019, 12:34 Uhr
Leon Jurkschat (17) wird zum Friseur ausgebildet. Mit weiteren angehenden Friseuren informierte er interessierten Jugendliche über seinen vielfältigen Ausbildungsberuf. Foto: Hilko Raske

Für viele der rund 100 vertretenen Unternehmen, Behörden und Schulen ist die Messe, die gemeinsam von der Stadt Bünde, der Agentur für Arbeit und der Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford (IWKH) organisiert wird, inzwischen zu einer wichtigen Pflichtveranstaltung geworden. Das bestätigt auch Sabine Hauch, beim heimischen Küchenmöbelhersteller Häcker zuständige Personalreferentin für den Bereich Aus- und Weiterbildung.

»Für uns hat diese Veranstaltung einen sehr hohen Stellenwert, da sie sich mitten in unserem Einzugsgebiet befindet.« 68 Azubis bilde Häcker derzeit aus. Sieben Ausbildungsberufe biete man an, darunter Fachinformatiker, Holzmechaniker und Industriekaufmann. »Während es im kaufmännischen Bereich keine Probleme gibt und wir zahlreiche Bewerbungen erhalten, ist es bei Holzmechanikern und Informatikern schwierig, Bewerber zu finden.« Auf den Veranstaltungen im Stadtgarten würden viele erste Kontakte geknüpft. »Manche Jugendliche bringen gleich ihre Bewerbungsmappen mit.«

Wenig Interesse am Maurerberuf

22. Ausbildungsplatzbörse im Bünder Stadtgarten

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Zu den Unternehmen, die seit Anfang an auf der Ausbildungsplatzbörse vertreten sind, gehört auch die Firma Hettich. »Viele Jugendliche besuchen die Veranstaltung gemeinsam mit ihren Eltern. Wir freuen uns immer, wenn wir dann gemeinsam ins Gespräch kommen. Schließlich wird über die Berufswahl oft im Kreis der Familie entschieden«, sagt Ausbildungsleiter Dirk Bartz. Derzeit bilde Hettich 165 Jugendliche aus. Wenn im Sommer aber die neuen Azubis kämen, würde man die 200er-Marke knacken.

Von diesen Zahlen kann man in manchen Handwerksberufen nur träumen. »Es ist sehr schwer geworden, angehende Maurer und Betonbauer zu finden«, weiß Lehrlingswart Holger Knöpke. Im vergangenen Jahr habe man insgesamt in allen Betrieben 15 neue Azubis begrüßen können. Schaue man sich auf den Baustellen um, könne man feststellen, dass sehr viele Mitarbeiter zur sogenannten Babyboomer-Generation gehörten. »Wenn die in den Ruhestand gehen, hat die Branche ein Problem.«

2000 Besucher begrüßt

An der Ausbildungsbörse teilgenommen hat auch die Stadt Bünde. Sie stellte unter anderem das neue Berufsbild des Notfallsanitäters vor. Zu den ersten Azubis auf der städtischen Rettungswache gehören Lara Schmid und Noah Lang. »Ich habe über meine ehrenamtliche Tätigkeit beim DRK dazu gefunden. Außerdem habe ich habe ich mich an der Schule zur Rettungshelferin ausbilden lassen«, erklärte Lara Schmid ihre Berufswahl.

Doch wie erleben Jugendliche die Veranstaltung? Immerhin etwa 2000 konnten dieses Mal im Bünder Stadtgarten begrüßt werden. »Hier hat man die Möglichkeiten, direkt mit den Azubis zu sprechen und ganz viel zu erfahren«, meint etwa Gesamtschülerin Zoe Thielking, die extra aus Bad Oeynhausen gekommen war, um sich am Informationsstand der Tischlerinnung zu informieren.

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