Fraktion will Quartiersentwicklung in Hunnebrock vorantreiben – Antrag an Rat
SPD fordert Kauf weiterer Bima-Häuser

Bünde  (WB/sal). Nachdem die Stadt sich jetzt mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) über einen Ankauf der ersten ehemaligen Britenhäuser geeinigt hat, will die heimische SPD den Erwerb weiterer Gebäude forcieren.

Dienstag, 22.01.2019, 07:02 Uhr aktualisiert: 22.01.2019, 07:10 Uhr
Die Stadt soll alle ehemaligen Briten-Wohnungen, die nicht für Flüchtlinge genutzt werden, kaufen. Das fordert die SPD. Foto: Salmon

Wie berichtet, hatte Bürgermeister Wolfgang Koch in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass die Kommune 20 Häuser an der Robert-Schumann-Straße erwirbt. Wie es weiter gehen soll, darüber hat sich die Bünder SPD-Fraktion bereits Gedanken gemacht und einen Antrag an den Hauptaussschuss und den Rat auf den Weg gebracht.

Etwa 140 Wohneinheiten

Demnach wollen die Sozialdemokraten die Verwaltung beauftragen, »in einem nächsten Schritt die derzeit in Hunnebrock nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzten Gebäude im Jahr 2019 anzukaufen«. Dabei beziehen sie sich auf einen Grundsatzbeschluss des Rates vom März 2018 zum Ankauf sämtlicher Bima-Liegenschaften – alles in allem rund 140 Wohneinheiten.

Die Hunnebrocker Gebäude, um die es zunächst gehen soll, seien vonseiten der Stadt vor geraumer Zeit angemietet worden und stünden seit Jahren leer. »Dies ist vor dem Hintergrund, dass es sich dabei um Wohnungsgrößen handelt, die auf dem Bünder Wohnungsmarkt stark nachgefragt werden, und im Hinblick auf die Entwicklung des Ortsteils nicht länger hinnehmbar«, formuliert SPD-Fraktionschefin Andrea Kieper in dem Schreiben an die Verwaltung. Zwar bestünden hinsichtlich der Höhe des Zuzugs weiterer Flüchtlinge Unsicherheiten. »Diese dürften aber noch über Jahre bestehen«, meint die Ratsfrau.

»Es fehlen Sozialwohnungen«

Mit ihren Parteigenossen ist sie zudem der Meinung, dass von der Kommune in diesem Jahr auch das Grundstück erworben werden sollte, auf dem sich der ehemalige Naafi-Store befunden hat. Dieses Areal sei von seiner Größe her zur Bebauung mit bezahlbaren Wohnungen oder Sozialwohnungen geeignet. »Diese fehlen in Bünde bereits seit Jahren. Um endlich das Wohnquartier in Hunnebrock positiv entwickeln zu können, ist es erforderlich, dass die Stadt Bünde diese Liegenschaften im Jahr 2019 erwirbt«, teilt Kieper mit.

Der Erwerb der übrigen Bima-Liegenschaften in den Ortsteilen Hunnebrock und Bünde-Mitte soll sich daran unmittelbar anzuschließen. »Die entsprechenden Haushaltsmittel sind im Haushalt 2019 dafür bereitzustellen«, so die Forderung der SPD.

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