Einigung mit der Bima nach langwierigen Verhandlungen
Stadt Bünde kauft 20 Britenhäuser

Bünde (WB). Lange schien die Stadt in Sachen Ankauf der ehemaligen Britenhäuser auf der Stelle zu treten. Gestern gab’s eine erste Erfolgsmeldung: So sollen in einem ersten Schritt Häuser an der Robert-Schumann-Straße erworben werden.

Mittwoch, 16.01.2019, 08:30 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 09:44 Uhr
»Wir sind einen wichtigen Schritt weiter«, kommentiert Bürgermeister Wolfgang Koch den nun ausgehandelten Ankauf von 20 ehemaligen Häusern der Royal Army an der Robert-Schumann-Straße. Nach Informationen dieser Zeitung soll eine Wohneinheit 169.000 Euro kosten. Foto: Daniel Salmon/Archiv

Konkret geht es um 20 Wohneinheiten im Stadtteil Hunnebrock, die die Stadt von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) kaufen will.

In einer Mitteilung aus dem Rathaus ist von »langwierigen Verhandlungen und Gesprächen« zwischen der Stadt und der Bima die Rede. »Wir sind einen wichtigen Schritt weiter«, kommentiert Bürgermeister Wolfgang Koch das nun vorliegende Ergebnis. »Die Hartnäckigkeit hat sich gelohnt. Nach mehr als einem halben Jahr konnte eine Einigung erzielt werden«, so das Stadtoberhaupt weiter.

Kaufvertragt kommt bald

Bereits Ende Mai 2018 hatten sich Verwaltungsspitze und Bima-Vertreter erstmals wegen der Sache an einen Tisch gesetzt. Eine letzte Wasserstandsmeldung hatte es einige Monate später, in der Septembersitzung des Hauptausschusses gegeben. Damals hatte Koch noch von »unterschiedlichen Wertvorstellungen hinsichtlich der Immobilien« auf Seiten von Stadt und Bima berichtet.

Ein Kaufvertragsentwurf für den jetzt ausgehandelten Deal solle in den kommenden Tagen in Bünde eintreffen. Wie viel die Stadt letztlich für die Gebäude auf den Tisch legen muss, dazu machte die Verwaltung zunächst keine Angaben.

Verkauf oder Vermietung

Kommentar

Zumindest der Anfang ist gemacht: Stadt und Bima sind nach zähen Verhandlungen auf einen gemeinsamen Nenner gekommen. Auf die Schulter klopfen kann sich die Verwaltungsspitze für diesen Erfolg zwar, auf den Lorbeeren ausruhen sollte man sich im Bünder Rathaus aber nicht allzu lange. 120 weitere Wohneinheiten der ehemaligen Britensiedlungen in Hunnebrock und Bünde-Mitte muss die Kommune laut gültigem Ratsbeschluss noch erwerben. Und um eine vernünftige Entwicklung der beiden Quartiere auch tatsächlich umzusetzen, werden diese Ankäufe wohl auch nötig sein.

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Aus für gewöhnlich gut informierter Quelle war allerdings zu erfahren, dass die ursprünglichen Preisvorstellungen der beiden Vertragsparteien zunächst um mehrere Hunderttausend Euro auseinander gelegen hätte und man sich »in der Mitte getroffen« habe. Die Rede ist von 169.000 Euro pro Wohneinheit.

Der Ankauf der Britenhäuser soll nun auf die Tagesordnungen der zuständigen Gremien – also dem Aufsichtsrat der Bünder Immobilien GmbH, dem Hauptausschuss und dem Stadtrat – gesetzt werden. Dann dürfte im politischen Raum über die Frage diskutiert werden, was weiterhin mit den Häusern an der Robert-Schumann-Straße geschehen soll: Werden die Gebäude mittelfristig weiterverkauft, oder sollen sie vermietet werden?

Gespräche gehen weiter

Fest steht, dass der Ankauf nur der Anfang der Umsetzung eines Beschlusses sein soll, den der Stadtrat im vergangenen März einstimmig nach einem Vorschlag der SPD-Fraktion einstimmig gefasst hatte: Nämlich alle Bima-Liegenschaften in den Stadtteilen Hunnebrock und Bünde-Mitte zu erwerben, um eine vernünftige Entwicklung der Quartiere vorantreiben zu können. Dabei handelt es sich um insgesamt 140 Wohneinheiten. Wie berichtet, war dafür eine Darlehensermächtigung in Höhe von 14,4 Millionen Euro im Haushaltsplan 2018 berücksichtigt worden.

»Die Gespräche in der Sache werden weitergehen«, versicherte Stadtsprecherin Doris Greiner-Rietz auf Anfrage.

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