Sven Schüngel und Verena Schmitz gehen bei der »Knights of the Island«-Tour an den Start Ritter auf der Rallyepiste

Bünde/Paderborn (WB). Für den guten Zweck durchs Land der Burgen und Ritter: Der Bünder Sven Schüngel (40) geht mit seiner Freundin Verena Schmitz (35) in wenigen Tagen bei der Charity-Rallye »Knights of the Island« an den Start. Zehn Tage kurvt das Duo im fast 30 Jahre alten Scirocco GT II rund um die Britische Insel.

Von Daniel Salmon
Das Nummernschild haben Verena Schmitz und Sven Schüngel passend für die Tour durchs Vereinigte Königreich beantragt. Auf Facebook und in dieser Zeitung wird das Duo von den Erlebnissen während der Rallye berichten.
Das Nummernschild haben Verena Schmitz und Sven Schüngel passend für die Tour durchs Vereinigte Königreich beantragt. Auf Facebook und in dieser Zeitung wird das Duo von den Erlebnissen während der Rallye berichten. Foto: Daniel Salmon

Mit seiner Teilnahme will das Paar Geld für die Meeresschutzorganisation »Sea Shepherd Deutschland« sammeln. Insgesamt sind 80 Teams dabei, die jeweils ein eigenes Spendenziel im Blick haben. Das Besondere an der Tour: »Die Wagen, die an der Rallye teilnehmen, müssen mindestens 20 Jahre alt sein«, sagt der 40-Jährige. Diese Hürde nimmt Schüngels Kult-VW, Baujahr 1989, locker.

GPS und Navis sind nicht erlaubt

Weitere Bedingung der Veranstalter: Die Nutzung von GPS und Navis zur Orientierung ist Tabu. Stattdessen müssen die Starter auf Straßenkarten zurückgreifen. »Außerdem dürfen keine Autobahnen genutzt werden, nur Landstraßen«, ergänzt der Bünder, der das ganze Prozedere allerdings schon aus dem Vorjahr kennt. Denn bereits 2017 war der Doktor der Humanbiologie bei einem solchen Charity-Event dabei . Mit einem Kumpel absolvierte er den »Baltic Sea Circle«, fuhr mit seinem Scirocco einmal zum Nordkap und zurück, durchquerte dafür zwei Wochen lang zehn Anrainerstaaten der Ostsee – und erlebte eine Menge Abenteuer .

Wie auch damals gilt nun bei der »Knights of the Island«-Tour, dass nicht das schnellste Team den Sieg einfährt. Stattdessen müssen auf der Route verschiedene Aufgaben erfüllt werden, für die es Punkte gibt. »Die stehen im so genannten Roadbook, das alle Starter bekommen«, erklärt Schüngel. Bei den Aufgaben geht es zum Beispiel darum, besondere Fotos an speziellen Plätzen zu machen. Im Roadbook finden der Bünder und seine Co-Pilotin auch eine lose Streckenempfehlung für ihre Reise. Der Startschuss für die Tour fällt am 12. Mai im belgischen Brüssel. Von dort geht’s für die Teilnehmer zunächst nach Calais, wo sie mit einer Fähre ins Vereinigte Königreich übersetzten. Danach führt die Route durch England, Wales, Schottland. Ziel der Rallye ist am 21. Mai Edinburgh.

500 Kilometer pro Tag

Rund 4500 Kilometer wird das Duo bis dahin zurücklegen. »500 Kilometer pro Tag haben wir uns vorgenommen, werden uns am Steuer jeweils abwechseln«, so Verena Schmitz. Die Paderbornerin sagt: »Letztes Jahr hatte ich mit Sven bei seiner Tour um die Ostsee nur mitgefiebert, diesmal wollte ich auch mal dabei sein.« Fest eingeplant haben die Rallyefahrer Zwischenstopps in Stonehenge und im walisischen Städtchen Aberystwyth. »Da wollte ich immer schon mal hin, den Ort kenne ich noch aus dem Englischbuch in der Schule«, erzählt Sven Schüngel.

Den Scirocco hat der 40-Jährige für die Rallye auf Vordermann bringen lassen. »Der ist jetzt besser in Schuss als letztes Jahr, zieht nun viel besser«, sagt der Bünder und ergänzt: »Gewöhnen müssen wir uns auf der Insel aber vor allem an den Linksverkehr.« Nicht nur das Rallyeabenteuer für den guten Zweck steht für die Ostwestfalen bei ihrer England-Tour im Vordergrund. »Wir wollen auch viel von der Landschaft und den Sehenswürdigkeiten sehen. Und für uns als Paar ist es auch spannend zu sehen, wie wir es zehn Tage lang auf engstem Raum aushalten«, sagt Verena Schmitz und lacht.

Team »Fast and Curious«

Für ihre Teilnahme an der Rallye haben sich die Scirocco-Fahrer einen pfiffigen Teamnamen überlegt: »Fast and Curious« (zu Deutsch: »Schnell und neugierig«) in Anlehnung an die bekannte US-Rennfilmreihe »The Fast and the Furious«. Über ihre

Das Teamlogo des Duos hat ein befreundeter Designer entworfen. Foto: Daniel Salmon

Erlebnisse während der Tour berichten die beiden auf Facebook und in dieser Zeitung.

3500 Euro will das Duo zusammenbekommen und dann der Meeresschutzorganisation »Sea Shepherd Deutschland« übergeben. Damit würde Schüngel auf das Ergebnis seiner Ostseetour noch eine Schippe drauflegen: Im letzten Sommer konnte er am Ende der Baltikum-Rallye 2800 Euro an die Organisation Black Fish übergeben. Spender und Sponsoren können das Spendenprojekt der Rallyefahrer über die Deutschlands größte Spendenplattform betterplace.org unter dem Suchbegriff »Fast and Curious« unterstützen.

Bislang konnten Schmitz und Schüngel den Marktkauf Lehr aus Paderborn sowie die Firmen Horn Werbung (Bünde), D2 Showtec, Youngtimer Box (beide Hüllhorst) als Unterstützer gewinnen. »Ein Kumpel, der bei der Agentur Designheim arbeitet, hat uns zudem unser Teamlogo kreiert«, so der 40-Jährige.

Den Link zur Spendenseite gibt’s hier .

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