Türkisch-Islamischer Kulturverein in Bünde veranstaltet Sommerfest Zeichen der Verständigung

Bünde (WB). Es sollte ein Zeichen des friedlichen Miteinanders sein: Der türkisch-islamische Kulturverein hatte am Dienstag nicht nur die eigenen Mitglieder, sondern auch Nachbarn und andere Interessierte zum großen Sommerfest an der Moschee eingeladen

Von Annika Tismer
Raci Mazi (Mitglied im Generalkonsulat für Familien- und Sozialpolitik), Bürgermeister Wolfgang Koch, Mehmet Mutaf und Mustafa Keles (Türkisch-islamische Kulturverein) beim Anschneiden der deutsch-türkischen Torte.
Raci Mazi (Mitglied im Generalkonsulat für Familien- und Sozialpolitik), Bürgermeister Wolfgang Koch, Mehmet Mutaf und Mustafa Keles (Türkisch-islamische Kulturverein) beim Anschneiden der deutsch-türkischen Torte. Foto: Annika Tismer

»Wir freuen uns sehr, dass auch viele Menschen gekommen sind, die eine deutsche oder andere Herkunft haben«, sagte Necmettin Kayali vom türkisch-islamischen Kulturverein. Um ein Zeichen für ein gutes Miteinander zu setzen, wurde auch in diesem Jahr zur Eröffnung des Festes eine Torte mit deutscher und türkischer Flagge darauf angeschnitten. Bürgermeister Wolfgang Koch durfte diese Geste der Freundschaft unterstützen. »Es freut mich sehr, dass wir nun schon seit vielen Jahren hierher eingeladen werden«, sagte er. Das Fest zeige Jahr für Jahr, wie gut unterschiedliche Kulturen zusammen leben können.

Auch deutsche Vereine sollen künftig mitwirken

Um das Fest künftig noch integrativer gestalten zu können, hat Kayali für das kommende Jahr große Pläne: »Wir möchten versuchen, dann auch deutsche Vereine oder Institutionen einzubeziehen und zum Beispiel mit ihnen zusammen das Bühnenprogramm zu gestalten«, sagte er. Für dieses Jahr hatte er dafür ebenfalls eine Besonderheit organisiert: »Wir konnten eine Folkloregruppe aus Gelsenkirchen für uns gewinnen. Die Kinder werden trommeln und tanzen«, sagte er. Daneben konnte er mit Raci Mazi einen besonderen Gast begrüßen: Der Düsseldorfer ist Mitglied im Generalkonsulat für Familien- und Sozialpolitik.

Zudem gab es wieder viele Stände mit türkischen Speisen, an denen sich teilweise aufgrund des Andrangs lange Schlangen bildeten. Für die Kinder waren außerdem eine riesige Hüpfburg und ein Clown organisiert worden.

Eingeladen worden waren auch die Mitglieder des Herforder Vereins, welcher in den vergangenen Wochen in die Negativ-Schlagzeilen geraten war (wir berichteten). »Einige der Mitglieder sind heute auch gekommen, um zu sehen, wie man solche Feste gut gestalten kann«, sagte Kayali.

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