Vorschläge an den Rat: Grüne wollen gefährliche Stellen entschärfen Radstation bald kostenlos?

Bünde (WB). Seit 2000 zählt Bünde zu den fahrradfreundlichen Städten in NRW. Dieser Auszeichnung wird die Elsestadt an mehreren Stellen im Straßennetz aber nicht gerecht, finden die Mitglieder der Ratsfraktion von Bündnis’90/Die Grünen. In den Verkehrsausschuss, der am 3. Mai tagt, bringen sie daher einen Antrag mit konkreten Verbesserungsvorschlägen ein.

Von Thomas Klüter
Uwe Mausch (von links), Elmar Holstiege, Eyüp Odabasi und Christian Kowalewsky machen auf gefährliche Stellen für Radfahrer aufmerksam. Auf der Südlenger Straße endet der Fahrradstreifen zum Beispiel unvermittelt vor Holstieges Rad.
Uwe Mausch (von links), Elmar Holstiege, Eyüp Odabasi und Christian Kowalewsky machen auf gefährliche Stellen für Radfahrer aufmerksam. Auf der Südlenger Straße endet der Fahrradstreifen zum Beispiel unvermittelt vor Holstieges Rad. Foto: Thomas Klüter

Bei einigen der vorgeschlagenen Punkte muss schnell eine Entscheidung getroffen werden. Die Belagerneuerung auf der Eschenbrücke ist zum Beispiel Angelegenheit des Landes und Pläne dafür gibt es bereits. »Da müssen wir schnell entscheiden und das Gespräch mit dem Landesbetrieb Straßenbau suchen«, sagt Elmar Holstiege.

Eschenbrücke

Vom Goetheplatz kommend sind Fahrradstreifen für Rechts- und Linksabbieger eingeplant. Beide sollen aber nur eine Breite von 1,25 Metern haben. »Das ist ganz schön eng«, sagt Uwe Mausch. Die Idee der Grünen: Der Radweg für die Rechtsabbieger soll auf dem vorhandenen Bürgersteig geführt werden. Der für die Linksabbieger könnte dann auf 1,50 Meter verbreitert werden und für die Pkw-Streifen bliebe auch mehr Platz.

Von Spradow kommend soll der geplante Linksabbiegestreifen für Fahrräder rot markiert werden. Platz für eine Verbreiterung gibt es dort nicht. »Aber in Rot wird der Radweg besser wahrgenommen«, so Christian Kowalewsky.

Südlenger Straße

Gut finden die Grünen, dass bereits vor einigen Jahren Fahrradstreifen auf der Südlenger Straße eingerichtet wurden. Problematisch sei aber, dass diese stadtaus- und einwärts unvermittelt enden oder unterbrochen sind. Von der Max-Planck-Straße bis zur Eschenbrücke schlagen die Fraktionsmitglieder zumindest einseitig stadteinwärts einen durchgehenden Radstreifen vor. Ortsauswärts soll überall dort ein Streifen eingerichtet werden, wo es der Parkdruck zulässt.

Für die Querung der Südlenger Straße im Bereich Semmelweg und Elsemühlenweg schlagen die Grünen eine Fahrradfurt und eine flankierende Tempo-30-Zone vor. »Hier müssen viele Schüler über die Straße und das Einfahren und Abbiegen ist ziemlich gefährlich«, so Kowalewsky. Solche Fahrradfurten gebe es auch schon an anderen Stellen in Bünde.

Gerhard-Hauptmann-Straße

Der Bereich der Gerhard-Hauptmann-Straße zwischen Bahnunterführung und Wasserbreite sei für Radfahrer gefährlich, finden die Fraktionsmitglieder. »Wenn das Cordesgebäude abgerissen wird, gibt es dort aber Platz für Verbesserungen«, so Holstiege. Fahrradstreifen, für die jetzt kein Platz ist, könnten dort eingerichtet werden.

Falls der Platz nicht gewonnen werden kann, schlagen die Grünen die Umwidmung in eine Fahrradstraße vor. »Dann könnten Radstreifen eingerichtet werden, die auch von Autos befahren werden dürfen«, so Holstiege. Die Verwaltung soll zudem prüfen, ob ein Radweg entlang der Bahn vom Stellwerk zur Kleinen Wasserbreite möglich ist.

Radstation

Die Radstation soll in Zukunft kostenlos zu nutzen sein. Der Chip für den Eingang könnte gegen einen Pfand ausgegeben werden. »All die Räder, die am Bahnhof unordentlich herumstehen, würden dann sicher vernünftig in der Radstation abgestellt«, sagt Eyüp Odabasi. Genügend Raum wäre dort, nicht mal die Hälfte der Plätze sei dort regelmäßig belegt.

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