15 Teilnehmer bei »Einsatz« am Schulzentrum Nord Feuerwehrnachwuchs meistert Übung

Bünde  (WB).Ein in Brand geratener Teerkocher auf dem Dach des Schulzentrums Nord hat am Samstagvormittag die Teilnehmer des Feuerwehr-Grundlehrgangs in Atem gehalten. Zum Glück allerdings nur, weil dieses Szenario den Inhalt einer Zwischenprüfung der Wehrleute darstellte.

Von Annika Tismer
Für die Teilnehmer des Feuerwehr-Grundlehrgangs geht es bei der Zwischenprüfung per Leiter hoch hinaus. Das Szenario der Übung: Auf dem Dach des Schulzentrums Nord soll ein Teerkocher in Brand geraten sein.
Für die Teilnehmer des Feuerwehr-Grundlehrgangs geht es bei der Zwischenprüfung per Leiter hoch hinaus. Das Szenario der Übung: Auf dem Dach des Schulzentrums Nord soll ein Teerkocher in Brand geraten sein. Foto: Annika Tismer

Um einen »echten« Einsatz handelte es daher nicht, eine gewisse Anspannung war den 15 angehenden Feuerwehrmännern und -frauen dennoch anzumerken. Immerhin war dies der erste praktische Test nach einer bereits einige Wochen andauernden Theoriephase. Das dort erworbene Wissen mussten die Prüflinge nun in der Praxis unter Beweis stellen.

Unbekanntes Szenario

In zwei Kleingruppen mussten sie sich einem zuvor unbekannten Szenario stellen. »Die Ausgangssituation gestaltet sich so, dass die jeweiligen Gruppen zu einer Menschenrettung und einer Brandbekämpfung auf dem Schuldach ausrücken müssen«, so Bündes Feuerwehrchef Rüdiger Meier. Bei der ersten Gruppe ging es dabei darum, den Einsatz mit Hilfe einer Steckleiter zu bewältigen, bei der zweiten Gruppe kam eine Schiebleiter zum Einsatz.

Wasserversorgung muss sichergestellt werden

Parallel zueinander mussten während der Prüfungen zum einen die Wasserversorgung sichergestellt und somit die Schläuche richtig zusammengebaut und ausgerollt werden, zum anderen wurde die Leiter aufgebaut und das Dach erklommen. Oben angekommen, musste ein »Verletzter« vom Dach herunter begleitet werden. Die Prüflinge übernahmen dabei das volle Kommando, erhielten aber auch Unterstützung von ihren Ausbildern.

Julia Dreier ist Lehrgangsbeste

»Die Übernahme einer Einsatzleitung zum Beispiel ist noch nicht Teil der bisherigen Ausbildung gewesen. Da wird dann dementsprechend geholfen«, sagte Meier, der sich insgesamt sehr zufrieden zeigte: »Die machen das alle sehr gut.« Bereits bei der schriftlichen Prüfung hätten alle gut abgeschnitten und dadurch die Berechtigung zur praktischen Prüfung erhalten, auch diese wurde am Samstag von allen bestanden. Meier: »Besonders hervorzuheben ist dabei Julia Dreier, die als Lehrgangsbeste aus dem Grundausbildungslehrgang hervor ging.« Sie erhielt eine Urkunde und ein Jahresabonnement der Zeitschrift Feuerwehr einsatz:nrw. Ebenfalls hervorgehoben wurden Issa Salemi und Ali Nazari. »Beide sind als Schutzsuchende nach Deutschland gekommen und haben trotz sprachlicher Barrieren die Prüfung bestanden«, freute sich Meier. Daneben gehörten Sophie Baumann, Andrej Tarasov, Noelle Biermann, Silas Pottebaum, Alexander Schmidt, Fabian Schulze, Olga Vespermann, Dominik Damm, Yannic Rittgen, Leon Stratmann, Justin Stenzel und Johanna Sudbrack zu den erfolgreichen Teilnehmern der Zwischenprüfung.

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