Ein neuer Rettungswagen soll Einsatzkräfte in Bünde entlasten Hubsystem schont den Rücken

Bünde (WB). Die Rettungs- und Feuerwache der Stadt Bünde kann auf einen neuen »Mitarbeiter« zählen: Seit Anfang Oktober ist der Rettungswagen RTW 2 im Einsatz. Besonders stolz sind die Einsatzkräfte auf das verbesserte Hubsystem.

Von Raphael Steffen
Ralf Bartling (Amt für Sicherheit und Ordnung, von links), Mark Wippersteg (Leiter Technik und Ausrüstung), Bündes Bürgermeister Wolfgang Koch und Robert Hafke sind stolz auf den neuen RTW 2 der Feuer- und Rettungswache.
Ralf Bartling (Amt für Sicherheit und Ordnung, von links), Mark Wippersteg (Leiter Technik und Ausrüstung), Bündes Bürgermeister Wolfgang Koch und Robert Hafke sind stolz auf den neuen RTW 2 der Feuer- und Rettungswache. Foto: Raphael Steffen

Der Sprinter vom Hersteller Mercedes-Benz verfügt über 190 Pferdestärken und ist mit einem Tragensystem der Firma Stryker ausgerüstet worden. Früher musste die mit Patienten besetzte Trage mühsam von Hand in den Wagen gehoben oder geschoben werden – »eine enorme Belastung«, wie Mark Wippersteg sagt. Er ist Leiter des Bereichs Technik und Ausrüstung der Bünder Feuerwehr. Bei zehn bis 15 Einsätzen am Tag wurden die Rücken der Sanitäter oft über Gebühr strapaziert. Das gehöre nun der Vergangenheit an. Das System arbeitet voll automatisch und kann bis zu 300 Kilogramm stemmen.

Einsatzfahrzeuge alle 220.000 Kilometer ausgetauscht

Bei dem RTW 2, Kennzeichen HF-BF 1832, handele es sich um eine Ersatzbeschaffung, erklärt Wachenleiter Robert Hafke: »Im Rettungsdienst-Bedarfsplan für den Kreis Herford sind Parameter hinterlegt, ab wann Einsatzfahrzeuge ausgetauscht werden müssen.« Diese liegen entweder bei einem Alter von fünf Jahren oder einer Fahrleistung von 220.000 Kilometern.

»Wir wollen den Leuten bewusst machen: Wir sind 24 Stunden für euch da. Übrigens auch an Weihnachten«, unterstreicht Hafke. Die Anschaffung des neuen Wagens lässt sich die Stadt 179.000 Euro kosten. Dazu kommen die Innenausstattung und die medizinischen Geräte. »Die Menschen sind uns eben lieb und teuer«, kommentiert Bündes Bürgermeister und Verwaltungschef Wolfgang Koch.

Rettungswagen individuell angepasst

»Der Wagen wurde individuell auf uns angepasst«, sagt Hafke. Über ein Jahr lang konnten so interne Arbeitsgruppen die Bedürfnisse der Rettungs- und Notfallsanitäter abklären – und in Baubesprechungen mit dem Hersteller der Innenausstattung, der Firma GSF aus Niedersachsen, zur Geltung bringen.

Zusammen mit drei weiteren Rettungswagen wird der RTW 2 nun seinen Dienst in der Feuer- und Rettungswache an der Dünner Straße tun. Und immer bereit sein, falls ein Bewohner des Bünder Lands Hilfe braucht.

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