Sozialamtsleiter Wolfgang Joseph geht in Ruhestand – Stefan Bohnhorst wird Nachfolger Ein Urgestein der Stadtverwaltung

Bünde (WB). Er kann mit Fug und Recht als ein Urgestein der Bünder Stadtverwaltung bezeichnet werden: Wolfgang Joseph (63) steht seit 48 Jahren im Dienste der Kommune. Am 15. Dezember hat der Leiter des Sozialamts seinen letzten Arbeitstag im Rathaus.

Von Daniel Salmon
Seit 1969 steht Wolfgang Joseph ununterbrochen im Dienst der Stadt Bünde. Am 15. Dezember hat der langjährige Leiter des Sozialamtes seinen letzten Arbeitstag. Sein Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Stefan Bohnhorst (43).
Seit 1969 steht Wolfgang Joseph ununterbrochen im Dienst der Stadt Bünde. Am 15. Dezember hat der langjährige Leiter des Sozialamtes seinen letzten Arbeitstag. Sein Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Stefan Bohnhorst (43). Foto: Daniel Salmon

Bereits am Dienstagabend hatte er in dieser Funktion das letzte mal an einer Sitzung des Ausschusses für Generationen und Soziales teilgenommen. Beigeordneter Günther Berg und Vertreter der einzelnen im Stadtrat vertretenen Fraktionen hatten kleine Geschenke überreicht und sich schon mal vom baldigen Ruheständler verabschiedet.

»Mir fällt heute eine Aufgabe zu, die mir ehrlich gesagt nicht besonders leicht fällt«, leitete Günther Berg seine kleine Laudatio auf den scheidenden Amtsleiter ein. Er fuhr fort: »Wolfgang Joseph ist seit 1969 im öffentlichen Dienst und seither ununterbrochen bei der Stadt Bünde. Das ist schon eine bemerkenswerte Biografie.« Die Verwaltungsleitung der Kommune habe stets auf die tatkräftige Unterstützung des 63-Jährigen zählen können. »Wir verlieren nicht nur einen erfahrenen Mitarbeiter. Die Zusammenarbeit mit ihm hat mir persönlich auch immer Freude gemacht. Ich hatte mit Wolfgang Joseph stets einen kompetenten Ansprechpartner und Mitstreiter im sozialen Dienst der Stadt Bünde«, lobte der Beigeordnete.

Joseph hatte bei der Stadt Bünde zunächst bis 1974 eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolviert und wurde anschließend Sachmitarbeiter im Schul- und Kulturamt. Nach Ableistung des Wehrdienstes wechselte er 1976 ins Einwohnermeldeamt. Vier Jahre später bekam er einen Posten im Versicherungsamt. Seit dem 1. Juli 1984 ist er im Sozialamt tätig – zunächst als Sachgebietsleiter, seit 2002 als Abteilungs- beziehungsweise Amtsleiter. Nebenher absolvierte Joseph zahlreiche Weiterbildungen und Qualifikationen.

Das soziale Anliegen, sich um die Schwächsten in der Gesellschaft zu kümmern, sei für Joseph nicht nur eine berufliche Herausforderung, sondern auch eine Herzensangelegenheit gewesen, stellte der Beigeordnete mit Blick auf dessen Vita heraus. Denn Joseph sei bereits lange Jahre Mitglied im Arbeitskreis für Behinderten- und Pflegeberatung. Auch an der Gründung des Internetcafés für Senioren habe der 63-Jährige als Amtsleiter maßgeblich mitgewirkt.

Bei der Sitzung am Dienstagabend stellte Günther Berg auch gleich Josephs Nachfolger vor. Ab dem 1. Januar 2018 wird Josephs bisheriger Stellvertreter und zugleich Teamleiter für »Asyl und Flüchtlingskoordination« Stefan Bohnhorst (43) den verantwortungsvollen Posten übernehmen. »Die Position wird nicht einen Tag vakant sein. Wir können sie adäquat nachbesetzen«, erklärte der Beigeordnete.

Im Gespräch mit der BÜNDER ZEITUNG sagte Wolfgang Joseph mit Blick auf seinen näher rückenden Ruhestand: »Natürlich wird mir das alles hier fehlen. Aber irgendwann heißt es Abschied nehmen. Man muss auch den jüngeren Leuten die Chance geben weiterzukommen.« Auch künftig wolle er dem Ehrenamt verbunden bleiben. »Und zwar als Mitglied im Arbeitskreis für Behinderten- und Pflegeberatung. Allerdings nicht mehr als Schriftführer, sondern im kommenden Jahr als Kassierer.«

Und auch an einer seiner musikalischen Leidenschaften will er weiterhin festhalten: »Ich bin seit 45 Jahren Schlagzeuger im Bünder Shantychor. Und das werde ich auch weitermachen.«

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