Bünder Verwaltung schlägt Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung vor Gummipoller für den Obrock

Bünde (WB). Vor einigen Woche hatte die Bünder und Kirchlengeraner Kommunalverwaltungen den Mitgliedern des jeweiligen Verkehrsausschusses eine Abbindung des Obrocks vorgeschlagen. Doch die Politiker stimmten dagegen. Im Bünder Rathaus schlägt man nun neue Maßnahmen vor.

Von Daniel Salmon
Die Straße Im Obrock gilt als beliebter Schleichweg. Die Verbindung zwischen Spradow und Kirchlengern wird von bis zu 2500 Fahrzeugen pro Tag genutzt. Die Bünder Verwaltung plant in dem Bereich Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung.
Die Straße Im Obrock gilt als beliebter Schleichweg. Die Verbindung zwischen Spradow und Kirchlengern wird von bis zu 2500 Fahrzeugen pro Tag genutzt. Die Bünder Verwaltung plant in dem Bereich Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Foto: Thomas Klüter

Mit diesen soll sich dann der Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag, 23. November, befassen.

Wie berichtet, wollten die Verwaltungen mit einer Sperrung der Straße Im Obrock kurz vor der Grenze zu Kirchlengern dem hohen Verkehrsaufkommen auf der Strecke vorbeugen, über das sich Anlieger mehrfach beschwert hatten. Die Route gilt als beliebter Schleichweg zwischen Bünde und Kirchlengern. Ebenso war eine Sperrung der Einmündung Zum Elsekamp/In der Lohge für den Kraftfahrzeugverkehr vorgesehen.

Abbindung war abgelehnt worden

Die Initiative war seinerzeit vom Bünder Rathaus ausgegangen, mit der Verwaltung der Elsegemeinde hatte man sich abgesprochen, zuvor sogar eine Verkehrsmessung durchgeführt. Aus verschiedenen Gründen verwehrten die Ausschussmitglieder der beiden Kommunen aber ihre Zustimmung.

»Ich halte die von der Verwaltung vorgeschlagene komplette Abbindung für unmöglich«, hatte Gerd Elbers (SPD) im Bünder Verkehrsausschuss erklärt. Denn bei einer Sperrung wäre dieser Bereich lediglich über zwei Straßenbrücken erreichbar. Diese könnten aus statischen Gründen jedoch keinen Schwerlastverkehr aufnehmen. »Das heißt, die Abfuhr von Feldfrüchten, die Anfuhr von Heizöl oder Baustoffen finden jetzt schon nur über den Obrock statt«, erklärte der SPD-Politiker. Und dies müssen auch weiterhin möglich bleiben.

Verkehrsberuhigung angestrebt

Im Bünder Gremium sprachen sich die Anwesenden aber auch einstimmig dafür aus, die Verwaltung prüfen zu lassen, mit welchen Maßnahmen man in dem Bereich eine Verkehrsberuhigung erreichen könnte. Und das haben die Rathausmitarbeiter mittlerweile getan. Nach Prüfung der Angelegenheit schlägt die Verwaltung nun vor, an einigen Stellen im Bereich Im Obrock, Sandbreede, Eichfeldstraße, In der Loheide, Zitternstraße und Zum Elsekamp sogenannte Leitpfosten – also Gummipoller mit Reflektorbändern – einzubauen und zusätzlich weiße Fahrbahnmarkierungen auf den Asphalt aufzubringen.

»Die Kosten belaufen sich dafür auf geschätzt 25.000 Euro«, heißt es in der Ausschussvorlage. Und weiter: »Darüber hinaus soll die Fahrbahn im Bereich der Durchlässe des ›Eselsbaches‹ in den Straßen ›In der Loheide‹ und ›Zitternstraße‹ mittels Bordsteineinbau auf 3,50 Meter Breite verengt werden.« Dafür würden dann etwa 4000 Euro fällig.

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