Bünder Unternehmen August Schuster belegt beim »German Rum Festival« ersten Platz Gold für hochprozentige »Hannelore«

Bünde (WB). Auf Anhieb gleich ganz nach oben aufs Siegertreppchen: Gold hieß es für das Bünder Familienunternehmen August Schuster bei dessen erster Teilnahme am »German Rum Festival« (GRF) in Berlin. »Hannelore-Rum«, eine hochprozentige Spezialität aus der neuen Schuster-Produktlinie »Ann-Eks«, überzeugte die internationale Fachjury.

Von Karl-Hendrik Tittel
Das X als Markenzeichen: Oliver Schuster, Teil der mittlerweile vierten Generation des gleichnamigen Bünder Familienunternehmens, hat mit »Ann-Eks« seine erste eigene Produktlinie herausgebracht. Für seinen Hannelore-Rum heimste er beim »German Rum Festival« jetzt einen ersten Platz ein..
Das X als Markenzeichen: Oliver Schuster, Teil der mittlerweile vierten Generation des gleichnamigen Bünder Familienunternehmens, hat mit »Ann-Eks« seine erste eigene Produktlinie herausgebracht. Für seinen Hannelore-Rum heimste er beim »German Rum Festival« jetzt einen ersten Platz ein.. Foto: Karl-Hendrik Tittel

Dieser für einen Rum aus Mauritius recht außergewöhnliche Name wird die Experten in ihrer Entscheidung bestimmt nicht beeinflusst haben, denn die »German Rum Awards 2017« wurden ausschließlich nach Blindverkostung vergeben. Das GRF ist eine der weltweit bedeutendsten Verbrauchermessen rund um das berauschende Getränk aus Zuckerrohr, die damit verbundenen Awards gehören zu den wichtigsten Auszeichnungen der Branche.

116 Marken aus aller Welt haben sich mit 490 Abfüllungen in Berlin präsentiert – darunter auch erstmals und prompt erfolgreich die Firma Schuster aus dem beschaulichen Bünde. »Damit hätte ich nie gerechnet«, sagt Oliver Schuster und zeigt eine Designerflasche, um deren Hals eine Goldmedaille am roten Band klimpert. Es ist der sichtbare Beweis für den ersten Platz, den der Hannelore-Rum beim GRF in der Kategorie »Solera« belegt hat.

»Ich wollte nicht den zigsten spanischen Begriff«

Der 42-Jährige gehört der inzwischen vierten Generation im Familienunternehmen an, das seit mehr als 100 Jahren vorrangig als Hersteller von Rauchwaren bekannt ist. Für ihn ist diese Medaille eine ganz besondere Anerkennung, denn »Ann-Eks« ist die erste, zurzeit noch vierteilige Produktlinie aus dem Hause Schuster, die er eigenverantwortlich auf den Markt gebracht hat. Neben »Hannelore« gehören dazu ein Rum aus Barbados – mit »Hartmut« ähnlich extraordinär benannt – sowie zwei Shortfiller-Zigarren namens »Kurt« und »Karla«.

Schuster ist es schon gewohnt, dass bei diesen auffälligen Produktnamen nachgefragt wird und erklärt den Hintergrund: »Ich wollte nicht den zigsten spanischen Begriff und die stets üblichen Designs.« Sein erstes eigenes Projekt sollte sich vom Markt deutlich abheben. Das Ergebnis ist ein Dreiklang aus gehobener Produktqualität, markanten Namen in Anlehnung an die ostwestfälischen Wurzeln und einem minimalistischen Design – alles verpackt in eine handgefertigte Holzkiste. Eine in dieser Branche noch nie da gewesene und mehr als mutige Kombination, die auch im eigenen Haus anfangs auf eine »gehörige Portion Skepsis« stieß, wie sich Philipp Schuster, gemeinsam mit Manfred Schuster Geschäftsführer, erinnert.

Trotz Goldmedaille bodenständig

Oliver Schuster bleibt trotz der Goldmedaille ostwestfälisch bodenständig: »Es ist natürlich fantastisch, wenn man seine neuen Produkte erstmalig einer Fachjury und einem Kenner-Publikum auf internationalem Spitzenniveau präsentiert und solch eine positive Resonanz erfährt, aber wir müssen jetzt am Ball bleiben.« Ein »wenig stolz« sei er, dass sowohl die Qualität des Hannelore-Rums ausgezeichnet, als auch die Namen und das Design seiner Produktlinie insgesamt gut ankamen. Diese wird ausschließlich über den Fachhandel angeboten. Und der hat bereits in mehreren Fällen Interesse angemeldet – auch international.

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