Hunderte Besucher zog es zur 13. Auflage von »Bünde Live!« Kompakte Kneipennacht kommt an

Bünde (WB). »Einmal Eintritt zahlen – alles live erleben«: Das Konzept ist bekannt und beliebt. Auch bei der 13. Bünder Kneipennacht waren an mehreren Orten in der Innenstadt Songs zu hören, die jeder kennt – diesmal allerdings von deutlich weniger Bands.

Von Karl-Hendrik Tittel
Lokalmatadore unter sich: Die Bünder Band »Backwater«, hier Frank Leissner (links) und Dirk Sieker, kam bei ihrem Auftritt in der Bünder Knolle hervorragend an.
Lokalmatadore unter sich: Die Bünder Band »Backwater«, hier Frank Leissner (links) und Dirk Sieker, kam bei ihrem Auftritt in der Bünder Knolle hervorragend an. Foto: Karl-Hendrik Tittel

Es gab erdigen Rock, gefällige Popklänge, Schlager zum Mitsingen und eine ganze Menge Oldies. In einigen Läden ging es recht gemütlich zu, in anderen vor der Bühne die Post ab. Bevor es aber überhaupt richtig losging, staunten einige Kneipennachtveteranen nicht schlecht. Denn im Universum, seit Jahren traditioneller Opener beim Musikmarathon, blieben diesmal die Lichter aus. »Wir hatten nicht ins Programm geschaut und uns hier wie immer verabredet«, sagte Judith Seifert, die gerade den Klängen von »Little Joe« am Else-Stern lauschte. Das Universum sei seit Jahren der Startpunkt für ihre Clique gewesen, hier habe man das erste Bier getrunken und den weiteren Abend geplant.

Die Qual der Wahl für die Besucher war an diesem Samstag deutlich abgemildert, denn mit nur neun Bands war die Auswahl recht übersichtlich. Lange vorbei scheinen die Zeiten zu sein, als noch 16 Bands in 16 Lokalen für Stimmung sorgten; 2009 war das. Seitdem wurde es kontinuierlich weniger – im vergangenen Jahr traten aber noch 12 Akteure auf.

Anno 2017 ist aus dem ehemaligen Musikmarathon nun ein kompakter, aber durchaus gut besuchter Dauerlauf geworden. »Ich bin froh, dass hier überhaupt etwas los ist, die Kneipennacht gehört für uns einfach dazu«, so Jürgen Laukötter während seine gut gelaunte Begleitung nickte. Dafür reicht der Platz im pickepackevollen Dolbi gerade noch. Wer vor die Bühne zu »KBB« wollte, musste schon die Ellenbogen ausfahren. Ebenso voll war es zeitweise im KIZ Café Solero, wo es »Fall Out« ordentlich scheppern ließen, oder im Lokschuppen bei etwas ruhigeren Klängen von »Undercover Affair«. »White Star« hatten im Mexim’s anfangs mit technischen Problemen zu kämpfen, in der Klinke spielten die »Rocktools«, in der Knolle »Backwater« und im Buginithi überzeugten die »Dos Hombres« mit nur zwei Akustikgitarren. Im Stadtkind begegneten sich Musiker und Gäste auf Augenhöhe. Eine Bühne gab es nicht – die Bünder Band »Jac.b« genoss die Nähe zum Publikum und bot eine große Stilvielfalt.

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