DRK-Kreisverband wirbt mit Schauübung im Wiehenstadion um neue Mitglieder Erste Hilfe nach Fan-Randale

Bünde/Rödinghausen  (WB). Verletzte am Boden, enges Gelände, pöbelnde Hooligans: Es ist durchaus kein unrealistisches Szenario , das sich der Kreisverband Herford-Land des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für seine erste Schauübung ausgedacht hat.

Von Raphael Steffen
Die Verletzten mussten zunächst gesichtet und gerettet werden. Das Häcker-Wiehenstadion bot die perfekte Kulisse für die Schauübung des DRK-Kreisverbandes. Mit mehreren Aktionen will das Deutsche Rote Kreuz nun verstärkt um neue Mitglieder werben.
Die Verletzten mussten zunächst gesichtet und gerettet werden. Das Häcker-Wiehenstadion bot die perfekte Kulisse für die Schauübung des DRK-Kreisverbandes. Mit mehreren Aktionen will das Deutsche Rote Kreuz nun verstärkt um neue Mitglieder werben.

Das Wiehenstadion bietet die perfekte Kulisse für das gespenstische Schauspiel. Nach Ausschreitungen von BVB-Fans im Gästeblock greift die Polizei mit Schlagstock und Pfefferspray ein und räumt das Feld, zurück bleiben zehn unterschiedlich schwer Verletzte. Soweit das imaginäre Vorspiel. Dann rückt das DRK an.

36 DRK-Einsatzkräfte leisten Hilfe

»Wir haben hier ein breites Band an Verletzungen: Platzwunden, Augenreizungen oder ein Bauchtrauma, bei dem innere Verletzungen möglich sind«, erläutert Übungsleiter Sebastian Hilgefort. Eine Person muss gar reanimiert werden. 36 Einsatzkräfte des DRK sammeln sich am Autohof Bünde und treffen bald darauf ein, machen eine Bestandsaufnahme, retten die Opfer und bauen Versorgungszelte auf.

Mitten drin: aggressive Fans, die die Helfer behindern und gebändigt werden müssen. Vom Kommandowagen aus überwachen Einsatzleiter Frank Mäsker und seine Assistentin Marina Gerlitz die Aktionen. »Wir haben die Aufgaben auf drei Gruppenführer verteilt und koordinieren sie von hier aus untereinander und mit der Leitstelle«, so Mäsker. Gerlitz gibt Funksprüche ab und führt ein Einsatztagebuch.

Kreisverband wirbt intensiv um neue Mitglieder

Unter den Zuschauern: Kreisrotkreuzleiter Sven Kampeter und sechs potenzielle Neumitglieder. Hintergrund der Übung ist der schwindende Nachwuchs im Ehrenamt, der auch dem DRK zu schaffen macht. »Wir stellen heute das Aufgabengebiet Sanitätsdienst vor«, sagt Kampeter. In den kommenden Wochen werden weitere Schauübungen die unterschiedlichen Bereiche des DRK der Öffentlichkeit zeigen und so vielleicht den einen oder anderen für diese Arbeit gewinnen können.

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