Gutachten liegt vor – Neubau-Entscheidung in Bünde soll im Juli fallen Jetzt ist es offiziell: Freibadbecken nicht sanierbar

Bünde (WB). Das 80 Jahre alte Schwimmbecken des Bünder Freibads kann nicht mehr saniert werden. Das entsprechende Gutachten liegt der Stadt jetzt auch in schriftlicher Form vor. Über vier bereits vorliegende Neubau-Varianten soll nun zeitnah politisch diskutiert werden.

Von Daniel Salmon
Nach mehreren Monaten Wartezeit steht nun fest: Das Freibadbecken in Bünde-Mitte kann nicht saniert werden. »Es liegt jetzt in der Hand der Politik, die Zukunft des Freibades zu beschließen«, sagt Bürgermeister Wolfgang Koch.
Nach mehreren Monaten Wartezeit steht nun fest: Das Freibadbecken in Bünde-Mitte kann nicht saniert werden. »Es liegt jetzt in der Hand der Politik, die Zukunft des Freibades zu beschließen«, sagt Bürgermeister Wolfgang Koch. Foto: Daniel Salmon

Bürgermeister Wolfgang Koch hatte bereits in der jüngsten Ratssitzung mitgeteilt, dass ihm das Ergebnis der Expertise zwar mündlich angedeutet worden sei, aber die Unterlagen noch nicht da seien.

Die so genannte Sanierungsstudie war Anfang des Jahres auf Anregung der Freibad-Interessengemeinschaft rund um den Bünder Mediziner Dr. Kai Könemann in Auftrag gegeben worden. Zur Beurteilung des Zustandes der Betonkonstruktion des Freibadbeckens wurde das Institut für Materialforschung der Jadehochschule Oldenburg beauftragt. Danach steht nun fest: Die von einigen geforderte Sanierungsvariante des Bades kommt in Bünde nicht in Betracht.

Entscheidung soll zügig fallen

»Es ist bedauerlich, dass eine Sanierung des Freibades ausscheidet. Dennoch sind wir nun in der Entscheidungsfindung ein Stück weiter«, sagt Bürgermeister Wolfgang Koch, der in den letzten Wochen ungeduldig auf das Ergebnis der Studie gewartet hatte. »Nun sollten die politischen Diskussionen um die verbleibenden Varianten endlich schnell wieder aufgenommen werden, um eine zügige Entscheidung über die Zukunft unseres Freibades zu ermöglichen«, so das Stadtoberhaupt weiter.

In der Diskussion verbleiben nun vier Varianten für eine Erneuerung des Freibades. Diese sehen verschiedene Planungen für die Länge des Beckens (25 oder 50 Meter-Schwimmerbecken), den Sprungbereich und die Nebengebäude (Umkleide, Sanitär, Kiosk) vor. Diese waren Ende 2016 vorgestellt worden. Laut Gutachter würden die unterschiedlichen Varianten nach damaliger Schätzung zwischen drei und vier Millionen Euro kosten – je nach Ausstattung und Attraktivität. Auch eine Sanierungsvariante war seinerzeit durchgerechnet worden: Unter besten Voraussetzungen – also wenn der Beckenbeton doch noch nutzbar gewesen wäre – hätte diese mit mehr als 3,2 Millionen Euro zu Buche geschlagen. Alle Planungsvarianten können nach wie vor auf der Homepage der Stadt eingesehen werden.

Diskussionsforum kaum genutzt

Die Stadtverwaltung hatte bereits im Dezember vergangenen Jahres ein Diskussionsforum für Bürger auf ihrer Homepage eingerichtet, in dem sich die Bürger der Stadt aktiv an der Diskussion um die Neugestaltung beteiligen können. Allerdings: Von dieser Möglichkeit der aktiven Teilhabe wurde von der Öffentlichkeit kaum Gebrauch gemacht. Lediglich eine Bürgerin äußerte in einem Post ihre Wünsche und Vorstellungen für die Freibadgestaltung

Auch wenn der ursprünglich mal anvisierte Termin für den möglichen Beginn der Baumaßnahmen im Herbst diesen Jahres nicht mehr gehalten werden kann, will die Verwaltung die Freibadpläne schnellstmöglichst vorantreiben. In den kommenden Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses sowie des Rates (4. und 12. Juli) sollen nach dem Willen des Bürgermeisters Beratungen erfolgen. »Es liegt jetzt in der Hand der Politik, die Zukunft des Freibades zu beschließen«, sagt Koch.

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