Planungsbüro legt Entwurf zur Gestaltung des André-Parks vor Baukosten von fast 220.000 Euro

Bünde (WB/grot). Mit knapper Mehrheit hatte der Planungsausschuss des Rates Anfang Dezember beschlossen, ein Planungsbüro mit einer Vorplanung für den André-Park zu beaufragen. Dieser Entwurf liegt jetzt vor und soll an diesem Donnerstag im Planungsausschuss behandelt werden.

Die Politik muss nun entscheiden, ob der André-Park für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll.
Die Politik muss nun entscheiden, ob der André-Park für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Foto: Kathrin Heeren

Das Büro aus Bad Oeynhausen schlägt vor, die Wege zwischen Kaiser-Wilhelm- und Steinmeisterstraße sowie zur Viktoriastraße mit »sauberen Feinasphaltdecken« zu gestalten. Um den Wegeverlauf »durchgängig und stringent« zu gestalten, wäre ein Flächentausch zwischen der Stadt und einem privaten Grundstückseigner notwendig.

Von der Kaiser-Wilhelm-Straße aus soll ein Teilstück der zu sanierenden Mauer geöffnt werden, um Einlass zu gewähren. Auch alle übrigen Eingänge sollen durch Tor- oder Mauerpfeiler betont werden. An den Eingangspfosten sollen Metalltafeln angebracht werden, die den Namen der Eingänge tragen.

Alle Zutrittsbereiche, schlägt das Büro vor, sollen durch eingefärbten Asphalt hervorgehoben werden. Über Bodenstrahler sollen die Eingänge beleuchtet werden, elf Mastleuchten könnten im Park im Abstand von etwa 20 Metern installiert werden. An drei Standorten schweben den Planern Sitzplätze vor.

Bei der Wegeführung sollte in besonderem Maße Rücksicht auf den alten Baumbestand genommen werden. Die besonders sensiblen Wurzelbereiche sollten durch Betonplatten überbrückt werden. Die Rasenflächen sollen »mehr als Wiesen verstanden werden«, um den Pflegebedarf gering zu halten.

Der größte Einzelposten sind die »Einbauten in Außenanlagen«

Für den gesamten Bereich müssten nach Schätzung des Büros jährlich etwa 7500 Euro (Grünflächenpflege, Laubentsorgung, Baumpflege und Schadensbeseitigung) veranschlagt werden.

Die Gestaltung der Grünfläche aber würde mit knapp 220.000 Euro zu Buche schlagen. Der größte Einzelposten ist das, was das Büro »Einbauten in Außenanlagen« nennt. Damit sind vor allem Lampen, Bänke und die Wurzelbrücken gemeint. Die Kosten für die Befestigung der Wege haben die Planer mit knapp 58.000 Euro veranschlagt. Abbrucharbeiten und Rodung würden nach ihrer Darstellung mit etwa 31.000 Euro zu Buche schlagen. Den Aufwand für Pflanzungen und Bodenvorbereitung hat das Planungsbüro mit knapp 23.000 Euro veranschlagt, die Errichtung von Zäunen mit knapp 10.000 Euro.

Die Verwaltung schlägt dem Planungsausschuss vor, die Vorplanung zustimmend zur Kenntnis zu nehmen, die Grundstücksangelegenheiten müssten im Wirtschaftsförderausschuss behandelt werden.

Ob die Pläne verwirklicht werden, ist angesichts der finanziellen Lage der Stadt und der Mehrheitsverhältnisse im Rat zumindest fraglich. Die größte Fraktion, die CDU, hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie eine weitere innerstädtische Grünanlage für entbehrlich hält.

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