Förderkreis Dammhauskonzerte formiert sich neu – Anna Maria Hof gibt Amt auf Abschied von »Hof-Konzerten«

Bünde (WB). Nach 40 Jahren hat der Freundeskreis Bünder Dammhauskonzerte am Samstag Abschied von der Ära der Bünder Dammhauskonzerte genommen. Organisatorin Anna Maria Hof (93) legte ihr Ehrenamt nieder.

Von Kathrin Brinkmann
Vereinsvorsitzender Manfred Heunen steckt Anna Maria Hof zum Dank für ihr großes Engagement eine Anstecknadel des Vereins an.
Vereinsvorsitzender Manfred Heunen steckt Anna Maria Hof zum Dank für ihr großes Engagement eine Anstecknadel des Vereins an.

Der gesamte Vorstand des Freundeskreises, Dr. Manfred Heunen, Dr. Ursula Hennig und Margot Steinmeier, nahmen Abschied von den kammermusikalisch ausgerichteten Konzerten. »Man könnte auch sagen von den Bünder Hof-Konzerten«, betonte Manfred Heunen in seiner Dankesrede.

Anna Maria Hof, die schon 1976 zu den sieben Gründungsmitgliedern des Vereins der Bünder Dammhauskonzerte gehörte, habe eine große Zahl nationaler und internationaler Musiker nach Bünde geholt. 200 Bünder Dammhauskonzerte hat es seit der Gründung des Vereins vor 40 Jahren gegeben. »Uneigennützig, ehrenamtlich und mit überaus hohem Engagement für die Kammermusik hat Frau Hof die Organisation und Veranstaltungsleitung der Dammhauskonzerte durchgeführt«, sagte er. Das künstlerische Niveau und die inhaltliche Vielfalt der Konzerte habe sich ohne Einschränkungen mit den Veranstaltungen in Großstädten messen lassen können. Zum Dank überreichte der Vorstandsvorsitzende Anna Maria Hof eine Ehrenurkunde sowie eine Anstecknadel des Vereins. Auch Schatzmeisterin Margot Steinmeier erhielt für ihre 20-jährige Mitgliedschaft eine Urkunde und Anstecknadel. Dr. Ursula Hennig wurde mit einem Blumenstrauß gedankt.

»Den Organisatoren der Dammhauskonzerte ist es immer wieder gelungen, hervorragende Künstler nach Bünde zu holen. Obwohl Bünde nicht der Nabel der Welt ist, sind trotzdem viele gerne hierher gekommen«, lobte Bürgermeister Wolfgang Koch.

Gestaltet wurde das Abschiedskonzert musikalisch von Christian Ostertag (Violine), erster Konzertmeister des SWR-Orchesters Baden-Baden, Fritz Schwinghammer (Klavier), Dozent für Liedinterpretation an der Musikhochschule München, dem zur Elite der Cellisten gehörenden ungarischen Professor der Musikhochschule Karlsruhe, László Fenyö, und dem ersten Solobratschisten des SWR-Orchesters Baden-Baden, Johannes Lüthy.

Den Beginn des Konzerts machte das Klaviertrio H-Dur op. 8 von Johannes Brahms, das noch zu den Jugendwerken des Künstlers zählt und in dem, wie in fast allen seiner Werke, das Klavier die Hauptrolle spielt. Als Mittelstück trugen László Fenyö und Christian Ostertag die Duo-Sonate für Violine und Violoncello op. 7 des Komponisten Zóltán Kodály vor. Den fulminanten Abschluss des Sonderkonzertes bildete das Klavierquartett op. 25 g-moll von Johannes Brahms.

Am 25. Mai soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung entschieden werden, wie es mit dem Verein weitergeht. »Leider ist es nicht ausgeschlossen, dass er sich auflösen muss«, sagte Heunen. Er dankte neben den Bündern, die die Konzerte regelmäßig besucht haben, der Lydia-Kirchengemeinde, die die Laurentiuskirche zur Verfügung gestellt hatte, und der Stiftung der Sparkasse Herford für die Förderung.

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