Standort soll in Bünde-Mitte sein – Politiker sind gegen einen Umzug nach Ennigloh Jugendzentrum Atlantis: Neubau geplant

Bünde (WB). Das Kinder- und Jugendzentrum Atlantis soll nicht ins Jugendzentrum Ennigloh umziehen. Stattdessen erwägt die Politik nun einen Neubau in Bünde-Mitte.

Von Kathrin Brinkmann
Derzeit befindet sich das Jugendzentrum Atlantis Auf’m Rott 8. Die Politik erwägt nun einen Neubau im Bereich Bünde-Mitte, da es keine städtischen Gebäude gebe, die geeignet seien.
Derzeit befindet sich das Jugendzentrum Atlantis Auf’m Rott 8. Die Politik erwägt nun einen Neubau im Bereich Bünde-Mitte, da es keine städtischen Gebäude gebe, die geeignet seien. Foto: Daniel Salmon

Der Unterausschuss Jugendhilfeplanung, der sich aus Vertretern aller Parteien zusammensetzt, hat in den vergangenen Wochen intensiv über das Thema beraten. Eine Zentralisierung der Jugendarbeit in Ennigloh ist von diesem Gremium nicht gewollt. »Der jetzige Standort Auf’ Rott ist aber ebenfalls nicht mehr geeignet. Er bringt hohe Nebenkosten mit sich, weil das Gebäude energetisch nicht auf dem neuesten Stand ist«, erklärte Jugendamtsleiterin Karin Schäffer gegenüber dieser Zeitung auf Anfrage. Das jetzige Gebäude gehört den Kommunalbetrieben, das Jugendamt mietet die Räume an.

Angefangen hatte die gesamte Diskussion vor zweieinhalb Jahren mit der geplanten Umzäunung des Geländes. Diese sollte erfolgen, da die Außenfläche oft verunreinigt wurde. Die benötigten Mittel für den Zaun in Höhe von 7500 Euro wurden auch bereitgestellt, im Zuge der Projektplanung stellte sich jedoch heraus, dass eine gewünschte Ballsportfläche auf dem Areal nicht zu realisieren ist. Auch habe es Beschwerden über die Lautstärke der spielenden Kinder gegeben. Da das Außengelände nicht in die Jugendarbeit einbezogen werden konnte, kamen Überlegungen zu einem Standortwechsel auf. Angedacht war, das jetzige Gebäude Auf’m Rott 8 nach dem Umzug zu veräußern. Zeitweise wurde das Bonhoeffer-Haus als möglicher Alternativ-Standort in Erwägung gezogen. Dieses sei jedoch zu groß, nicht barrierefrei, energetisch kaum zu unterhalten, und verfüge über kaum Außengelände. Im Innenstadtbereich gebe es keine städtische Immobilie, die für ein Jugendzentrum geeignet erscheine.

Preußisch Oldendorf mit nur 13 500 Einwohnern habe sich 2015 ein neues Jugendzentrum geleistet. »Wenn eine so kleine Kommune neu baut, muss die Stadt Bünde überlegen, ob sie so etwas nicht auch machen möchte«, sagte Karin Schäffer. In Kürze werden sich die Politiker die Jugendzentrum-Neubauten in Preußisch Oldendorf und Espelkamp ansehen. Ein möglicher Standort stehe noch nicht fest. Klar sei nur, dass es Bünde-Mitte sein soll. Zu den Kosten lasse sich noch keine Aussage treffen.

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