SPD Bünde-Mitte plädiert für innerstädtischen Grünring Der unbekannte Park

Bünde (WB).  André-Park – ein Park, der in des Wortes eigentlicher Bedeutung keiner ist  und den kaum ein Bünder je zu Gesicht bekommen hat. Die SPD will das ändern.

Von Rainer Grotjohann
Ulrich Althoff, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bünde-Mitte, plädierte für einen innerstädtischen Grünring. Dieser solle durch den André-Park verlaufen, der sich hinter der Buddenberg-Villa (Foto) befindet.  Die Stadt hat diese Areale geerbt.
Ulrich Althoff, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bünde-Mitte, plädierte für einen innerstädtischen Grünring. Dieser solle durch den André-Park verlaufen, der sich hinter der Buddenberg-Villa (Foto) befindet. Die Stadt hat diese Areale geerbt. Foto: WB

In der politischen Debatte ist das Areal zwischen Kaiser-Wilhelm-Straße und  Steinmeisterstraße  wieder, seit bekannt wurde, dass die Buddenberg-Villa mitsamt ihres weitläufigen Areals in den Besitz der  Stadt gekommen ist. Und damit lebte die Diskussion um Nutzungsmöglichkeiten für das knapp 3000 Quadratmeter große Grundstück  wieder auf. Der frühere Technische Beigeordnete  Heinz Brockmeier hatte vor Jahren dafür plädiert, das Grundstück zu erwerben und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Eine Idee, die sich schließlich in den Elsebogen-Planungen wiederfand. Die hatten  im Wesentlichen einen innerstädtischen Grünring zum  Ziel.

Der ehemalige Eiskeller an der Kaiser-Wilhelm-Straße. Hier könnte der Eingang zum André-Park entstehen.

Diese  Pläne hat die CDU allerdings ad acta gelegt. Im Gegensatz zu den Bünder Sozialdemokraten. Ulrich Althoff, Vorsitzender des Ortsvereins Bünde-Mitte, hat sich ausgiebig mit dem Thema beschäftigt. Im Gespräch mit dieser Zeitung hielt er fest, seine Partei habe keine grundsätzlichen Bedenken, die Villa und das dazugehörige etwa 2000 Quadratmeter große Grundstück zu veräußern. In Anbetracht des Grundstückswertes und der Finanzlage der Stadt sei dies nachvollziehbar. Das angrenzende Grundstück aber, das André-­Park genannt wird und als Grünfläche ausgewiesen ist,  wolle die SPD nicht umwidmen und als Bauland für Gutbetuchte veräußern  lassen. Das Grundstück, das eher einem Hochwald ähnele, solle in der bisherigen Form erhalten werden und durch einen wassergebundenen Weg der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das würde eine Lücke im innerstädtischen Grünring schließen, der dann über den Stadtgartenpark, den Steinmeisterpark und den Weg entlang der Else vom Freibad bis zum Jacobi-Haus über die Fußgängerzone zur Pauluskirche führt – und dort vorerst endet.

Althoff: »Der Park könnte von der Kaiser-Wilhelm-Straße erschlossen werden, durch eine Öffnung in der Mauer in unmittelbarer Nähe des früheren Eiskellers.  Man bräuchte eine Breite von vielleicht fünf Metern, dafür würde ein  schmaler   Streifen vom  eigentlichen Villen-Areal gebraucht. Der Weg würde  am Parkplatz gegenüber des Stadtgartens enden.« Althoff und seinen Parteifreunden schwebt kein Parkgelände im Wortsinne vor. Aufwändige Pflege sei nicht notwendig. Die Bedenken, Nichtsesshafte könnten in den Bereich Einzug halten, kommentiert Althof so: »Sie sind schon da und übernachten dort im Sommer.«

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