Nora Müller soll Integrationsrat verlassen CDU attackiert eigene Ratsfrau

Bünde (WB/grot). Die CDU-Fraktion hat ihr Mitglied Nora Müller aufgefordert, ihren Sitz im Integrationsrat niederzulegen. Nach ihren Äußerungen (in einer anderen Tageszeitung) und in der Bürgerversammlung im Holser Gemeindehaus zur Flüchtlingsproblematik sei sie in dieser Position nicht mehr tragbar, sei ihr in der Fraktionssitzung am Montag vorgehalten worden.

Ratsfrau Nora Müller.
Ratsfrau Nora Müller.

Bislang ist die so Attackierte der Forderung nicht nachgekommen. Nora Müller, Trainerin in der Ju-Jutsu-Abteilung des Ahler Sportvereins, hatte nur wenige Tage nach dem Einzug von Flüchtlingen in die frühere Grundschule Ahle fehlende Trainingsmöglichkeiten beklagt und geäußert, die Unterbringung der Asylsuchenden bringe für Ahle nur Nachteile. Kurz zuvor hatte sie bei der Bürgerversammlung im Holser Gemeindehaus (die BZ berichtete) mehrfach lautstark ihren Unmut über die vermeintliche Benachteiligung »ihres« Stadtteils Luft gemacht.

Zur Erinnerung: Nur drei Tage später hatte die Stadtverwaltung dem Ahler Verein in anderen Hallen Nutzungszeiten zuweisen können, die mit den bisherigen praktisch identisch waren.

Fraktion verärgert

Nach Informationen dieser Zeitung war nicht nur der in der Versammlung mehrfach attackierte Bürgermeister Wolfgang Koch über diese Äußerungen verärgert, sondern auch die überwiegende Mehrheit der Fraktion. Die Christdemokraten hielten es für  unangebracht, in einer ohnehin angespannten Situation Emotionen anzuheizen und sich in einer Art zu äußern, die in Richtung Fremdenfeindlichkeit interpretiert werden könne.

Aus für gewöhnlich gut unterrichteter Quelle hieß es,   in der Sitzung seien »deutliche Worte gefallen«. Müller habe sich gerechtfertigt, sie habe lediglich ihre Meinung als Bürgerin und Vertreterin des Sportvereins kundgetan. Dabei sei sie vielleicht  emotionaler gewesen, als es für ein Ratsmitglied angebracht sei, habe sie allerdings eingeräumt. Ein Christdemokrat sagte: »Ich hatte nicht den Eindruck, dass sie ihre Fehler eingesehen hat.  Wir werden sehen, wie es weitergeht.«

Kommentare

Willkommen in der DDR 2..0 .

Die Tagesschau wird ab morgen auch in die " aktuelle Kamera " umbenannt.

Wenn man vom Staat die Einhaltung der eigenen Gesetze fordert, ist man jetzt" Pack ".

Was für ein Wahnsinn.

Viel Glück an Frau Müller !

lustig wie sie hyperventilieren

Es hätte sich sicherlich niemand so aufgeregt wenn sie nicht über "Flüchtlings"unterbringung sondern über einen Supermarkt oder eine Discothek so geredet hätte - aber kaum geht es um die Flüchtlingsmassen - schon hyperventilieren sie und bekommen fast einen Herzinfarkt wenn jemand Kritik äußert.
Warum sollte man die CDU eigentlich noch wählen wenn sie eh grüne Politik betreiben?

Hexenjagd

Diese Hysterie erinnert einen irgendwie an die Hexenjagd!
Sie ist rational nicht mehr nachvollziehbar!

3 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.