»Country- und Westernabend« abermals Besuchermagnet – elfte Auflage mit mehr als 500 Gästen Ein Hauch vom Wilden Westen

Bünde (WB). Die rhythmische Musik von »Sonny B.« und das Klatschen der Zuschauer geben den Takt vor. Dröhnend stampfen Stiefelsohlen aufs Parkett, drehen sich Cowboyhüte im Kreis. Mit sicherer Schrittfolge und guter Laune zeigen die Mittelweser Line-Dancer, was sie können – ein Höhepunkt beim elften »Spradower Country- und Westernabend«.

Von Karl-Hendrik Tittel
Country-Urgestein: Der Mindener Sänger »Sonny B.« sorgte für die adäquate Westernatmosphäre. Etwas mehr als 500 Besucher ließen sich die mittlerweile elfte Auflage des Spradower »Country und Westernabends« nicht entgehen.
Country-Urgestein: Der Mindener Sänger »Sonny B.« sorgte für die adäquate Westernatmosphäre. Etwas mehr als 500 Besucher ließen sich die mittlerweile elfte Auflage des Spradower »Country und Westernabends« nicht entgehen. Foto: Karl-Hendrik Tittel

 Für einen Abend verwandelte sich der Dorfplatz an der Lübbecker Straße in eine kleine aber feine Westernstadt. Erneut zog es die Menschen zu Hunderten auf diese weit über die Grenzen Bündes bekannte und beliebte Veranstaltung. »Wir sind schon häufig hier gewesen und immer wieder begeistert – auch von der familiären Atmosphäre«, sagt Peter Horstmann, der mit anderen Mitgliedern des County-Clubs Isenstedt von Espelkamp nach Spradow kam. Und mit seiner Meinung war Horstmann keinesfalls allein: Die Stimmung war prächtig, es wurde gelacht, gescherzt, getanzt und genossen.

»Die Leute haben gute Laune mitgebracht«, sagt Karl-Heinz Uthoff, erster Vorsitzender des Fördervereins Spradow 2000. Wie gewohnt hatten die Mitglieder des Vereins ehrenamtlich die Ärmel hochgekrempelt, um den Westernabend möglich zu machen. Für dieses Engagement fand Bürgermeister Wolfgang Koch lobende Worte: »Unsere Gesellschaft lebt von der Gemeinschaft, da ist Spradow seit Jahren ein leuchtendes Beispiel für die ganze Stadt.«

So viel Line-Dancer wie noch nie

Zur elften Auflage waren so viele Line-Dance-Formationen wie noch nie zu Gast auf dem Dorfplatz. »Wir haben die Gruppen vorher angeschrieben und eingeladen«, sagt Jürgen Büscher, zweiter Vorsitzender des Fördervereins. Das habe sich als geschickter Schachzug erwiesen, insgesamt seien rund zehn Gruppen aus ganz Ostwestfalen gekommen. »Das gibt der Veranstaltung noch einmal die richtige Note.« Mit der Resonanz sind die Ausrichter sehr zufrieden. »Nach dem verregneten kleinen Jubiläum im vergangenen Jahr ist das heute wieder ein traumhafter Abend«, so Uthoff, der die Besucheranzahl auf 500 schätzt, vielleicht auch etwas mehr.

Besonders freute er sich auch über die spontanen Gäste, die an der Lübbecker Straße entlangfuhren, neugierig anhielten und sich kurzerhand dazugesellten. Wie eine kleine Radlergruppe aus Rödinghausen: »Bei dem tollen Wetter kann man doch noch gut draußen sitzen«, so lautete die einhellige Meinung. Mit einer gelungenen Mischung aus genretypischen Klassikern wie beispielsweise »Ring of Fire« von Johnny sorgte der Mindener Country-Sänger Sonny B.  für die adäquate Westernatmosphäre. Abwechselnd und auch gemischt betraten geübte Linedancer und Hobbytänzer die Bretter und gaben der Tanzfläche ordentlich die Sporen. Leckereien nach Westernart wie Steaks oder Kartoffelspalten fanden reißenden Absatz, ebenso wie die Spezialitäten auf Feuerwasserbasis, die in der schmuckvoll dekorierten Whiskey-Bar ausgeschenkt wurden.

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