Telekom investiert in neue Technik – 112 Kilometer Glasfaserkabel werden verlegt Dem Internet werden Beine gemacht

Bünde/Kirchlengern/Hiddenhausen (WB). Quälend langsam  ist das Internet – jedenfalls in den meisten Außenbereichen der Stadt Bünde und den Gemeinden Kirchlengern und Hiddenhausen. Das ändert die Telekom jetzt: Das Unternehmen investiert mehrere Millionen Euro in neue Techniken.

Sezayi Kurnaz von der Firma Derla Tiefbau   zeigt die neuen Glasfaserkabel. Das Unternehmen verlegt zur Zeit im Auftrag der Telekom mehr als 112 Kilometer Glasfaserkabel in drei Kommunen und installiert mehr als 180 so genannte Multifunktionsgehäuse.
Sezayi Kurnaz von der Firma Derla Tiefbau zeigt die neuen Glasfaserkabel. Das Unternehmen verlegt zur Zeit im Auftrag der Telekom mehr als 112 Kilometer Glasfaserkabel in drei Kommunen und installiert mehr als 180 so genannte Multifunktionsgehäuse. Foto: Daniel Salmon

Davon profitiert der gesamte Vorwahlbereich 05223. In Hiddenhausen sind das   die Ortsteile Eilshausen und Hiddenhausen. Mehr als 112 Kilometer Glasfaser werden verlegt sowie 184 neue so genannte Multifunktionsgehäuse aufgestellt und mit neuester Technik versehen. Dadurch werden mehr als 33 000 Haushalte (22 000 in Bünde, 3500 in Hiddenhausen und etwa 8500 in Kirchlengern) vectoringfähig.

»Vectoring ist ein Datenturbo, der das maximale Tempo beim Herunterladen gegenüber dem bisherigen Anschlüssen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde verdoppelt. Beim Heraufladen vervierfacht sich das Tempo auf bis zu 40 Megabit. Das neue Netz wird so leistungsstark, dass gleichzeitig Telefonieren, Surfen und Fernsehen möglich sind«, erläuterte Telekom-Sprecherin Sabine Köhler am Mittwoch bei einem symbolischen ersten Spatenstich an der Hüllerstraße in Kirchlengern.

Voll im Zeitplan

Die von der Telekom beauftragte Firma Derla liege voll im Zeitplan. Am Schluss werde sich das Warten gelohnt haben. Köhler: »Schnelle Internetanschlüsse sind ein Standortvorteil – für die Stadt Bünde, die Gemeinden Kirchlengern und Hiddenhausen, aber auch für jede einzelne Immobilie.«

Im ersten Quartal 2016 soll das Angebot verfügbar sein. Wer sich für einen der neuen Anschlüsse interessiert, kann sich vorab über www.telekom.de/schneller über Geschwindigkeiten und Tarife informieren und registrieren lassen.

»Gut, dass der Ausbau so zügig voranschreitet«, sagte jetzt Bündes Technischer Beigeordneter Dr. Andreas Siepenkothen.  Schnelle Internetanschlüsse seien beruflich und privat schließlich unverzichtbar, meinte auch Hiddenhausens Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer. In »seiner« Gemeinde ist der Vorwahlbereich 05221 bereits mit der neuen Technik ausgestattet worden.

Vorteile für Gewebetreibende

Kirchlengerns Bürgermeister Rüdiger Meier geht davon aus, dass 95 Prozent der Haushalte von der neuen Technik profitieren werden. »Was lange währt, wird endlich gut. Es ist nur schade, dass es in einem Hochtechnologieland so lange dauern musste, bis die notwendigen Entscheidungen troffen worden sind«, sagte er.

Und Kirchlengerns Wirtschaftsförderer Karl-Heinz Saße nahm erfreut zur Kenntnis, dass die auf  Privatkunden  zugeschnittene Lösung  Vorteile auch für Gewerbetreibende. Denn der Ausbau des Glaserkabelnetzes und die Nähe zu den so genannten Multifunktionsgehäusen, die wie eine Mini-Vermittlungsstelle arbeiten, eröffne auch für Firmen neue Möglichkeiten.

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Toll.
In Enger und Spenge passiert nichts?

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